Motoryacht NAJADE von Robbe, Baubericht

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    • Motoryacht NAJADE von Robbe, Baubericht

      Hier im Forum wurde schon viel über den Bau der Najade von Robbe geschrieben.
      Was ich bis jetzt noch nicht gefunden habe, ist jedoch ein vollständiger Baubericht. Entweder wurde der Thread nicht weitergeführt oder es wurde nur ein spezieller Teil bzw. ein spezielles Problem angesprochen.
      Da auch viele im Forum sind, die mit dem Schiffsmodellbau neu anfangen, möchte ich versuchen, hier meinen Baubericht vom Anfang bis zum Ende zu schreiben.
      Ich habe nicht vor, ein Rennboot aus dem Bausatz zu machen. Deshalb verwende ich nur "normale" Bauteile und keine Jet-Antriebe o.ä.

      Als erstes habe ich mir die Bauanleitung vorgenommen, intensiv gelesen und mit den Bauteilen aus dem Karton verglichen.

      Zunächst wurde der Bootsständer zusammengeklebt.
      Wegen der Optik wurden die beiden Auflagen jeweils mit der offenen Seite nach innen weisend mit den Seitenplatten verklebt.



      Die Auflageflächen wurden mit Schaumstoff beklebt, damit zunächst während des Bauvorgangs der Rumpf nicht wegrutscht und später nach der Lackierung diese nicht beschädigt wird.

      Dann begann ich, den Rumpf entsprechend der Markierungen zu beschneiden.
      Sämtliche Schnittkanten wurden anschließend glatt geschliffen.



      Besondere Aufmerksamkeit legte ich auf die Bearbeitung der Heckpartie, ganz besonders der Schrägen am Heck.
      Dort soll ja später der Aufbau korrekt eingepasst werden können.



      Als nächstes wurde die Einbauwanne eingepasst.
      In ihr werden später Motor, Servo, Akkus usw. eingebaut und befestigt.



      Anschließend werden an der Wanne sämtliche Bohrungen und Ausschnitte angebracht.
      Alle Klebeflächen im Rumpf und an der Wanne mit Schleifpapier anrauhen.
      Durch die 6mm-Bohrungen wird Kleber auf die Klebeflächen aufgetragen und die Wanne in den Rumpf eingeklebt.
      Bis zum Aushärten des Klebers sollte die Wanne durch Gewichte im Rumpf fixiert werden.

      Im Anschluss daran wurden die Löcher für Stevenrohr, Kühlwassereinlass und die beiden Ruder gebohrt.
      Die Bohrung für den Kühlwasserauslass gefiel mir nicht an der Seite im Rumpf. Den verlegte ich nach hinten.

      Danach habe ich die beiden Ruderlager durch die Bohrungen im Rumpf und in der Wanne eingesetzt.
      Ruderlager noch nicht festkleben!

      Die beiden Ruder zusammenbauen, in die Ruderlager schieben und die Ruderhebel befestigen. Laut Anleitung den Rumpf vorsichtig auf den beiden Rudern abstellen und prüfen, ob beide Ruder genau senkrecht stehen und zueinander fluchten.

      Ggf. an den oberen Bohrungen in der Wanne korrigieren.
      Ich habe hier mit Zahnstochern die genaue Lage fixiert und danach die Ruderlager festgeklebt.



      Röhrchen zur Wellenschmierung nach Anleitung herstellen und mit Stevenrohr verlöten.
      Das Stevenrohr in den Rumpf schieben.
      Auf Maßangabe in der Anleitung achten.

      Mutter auf das Gewinde schrauben und am anderen Ende der Welle eine Fläche anfeilen und entgraten.
      Schiffswelle mit Stellring sichern.

      VlG Norbert
    • Und weiter geht's:

      Die vorgesehenen Bullaugen, die durch schwarze Klebefolie dargestellt werden sollen, gefielen mir überhaupt nicht.
      Durch verschiedene Bauberichte animiert, habe ich mir die Bullaugen von "Marinetic" bestellt.
      Die Öffnungen im Rumpf wurden ausgeschnitten und an die Rahmen angepasst.
      Die Rahmen der Bullaugen von innen einkleben und von außen verspachteln.
      Nach dem Aushärten werden sämtliche Rahmen plan zum Rumpf geschliffen.



      Ehe ich am Rumpf weiter machte, kam der Aufbau dran.
      Hier gibt es erhebliche Mängel an der Qualität des Tiefziehteils.
      Die Ecken der eingezogenen Pflicht waren so dünn, dass bei der kleinsten Berührung der Kunststoff brach.
      Nicht umsonst wird in der Anleitung zum Aufbau als erstes erwähnt,
      dass die Ecken durch Stabilit verstärkt werden sollen.
      Das ist auch dringend zu empfehlen.

      Danach habe ich zunächst den Aufbau zugeschnitten.



      Wie bei der Heckpartie des Rumpfes, habe ich auch hier versucht,
      besonders sorgfältig zu arbeiten, damit Rumpf und Aufbau vernünftig zu einander passen.



      Nachdem die Seitenwandabschlüsse und die Scheibenverkleidungen mit dem Aufbau verklebt und verspachtelt waren,
      habe ich mich auch hier, wie bei den Bullaugen, entschieden, statt der schwarzen Klebefolie lieber "richtige" Fenster einzusetzen.
      Und da ich schon einmal dabei war, wurden die vordere Luke und die beiden hinteren Glasflächen gleich mit ausgeschnitten.



      Als ich mir die verschiedensten Ausführungen im Internet angesehen habe,
      entschied ich mich, eine Plattform am Heck anzubauen, auf der noch ein Jet-Ski befestigt wird.
      Die Plattform ist wegen des geringen Gewichtes aus "Guttagliss hobbycolor",
      einer aufgeschäumten Kunststoffplatte, hergestellt.
      Das Material lässt sich sehr gut bearbeiten und spachteln.

      Näheres dazu siehe hier:
      gutta.com/html/produkte/kunsts…en/guttagliss-hobbycolor/

      VlG Norbert
    • Und hier kommt der vorläufig letzte Teil, denn jetzt muss ich erst einmal weiter bauen:

      Den Jet-Ski habe ich zufällig als Angebot im Internet gefunden.
      Die Farbe passt zwar nicht so recht zum Boot,
      ich habe aber leider keinen anderen gefunden.



      Natürlich muss man ja auch auf die Plattform gelangen.
      Also habe ich den am Aufbau angedeuteten Durchgang geöffnet.
      Wie bei vielen Vorbildern ist eine Stufe eingesetzt worden.




      Anschließend wurde alles verspachtelt und später geschliffen.

      Sobald ich weitere Arbeitsschritte erledigt habe, schreibe ich hier weiter.
      VlG Norbert

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Bodan ()

    • Hallo Norbert,
      klasse was du da angefangen hast :resp:
      Scheint mir ja endlich mal ne richtige SUNSEEKER 48´ Manhattan zu werden :ok:
      Bin schon echt gespant wies weitergeht :wait-:
      Falls du Fotos oder Zeichnungen brauchst....lass es mich wissen. Ein Freund von mir hat eine 48er auf Malle im Hafen durchfotografiert - außen wie innen!
      Liebe Grüße, Bert
    • Original von Bodan
      Hallo Bert,

      Ich freue mich über Fotos. Da kann ich sicher Einiges von umsetzen.


      Moin Norbert,
      das kann isch dir garantieren :ok:
      Hier mal fünf Foddos zum Anmachen :fg:
      Bilder
      • 03-Heck-Seitentreppe.jpg

        47,07 kB, 261×347, 4.770 mal angesehen
      • 34-Jet-Bike unter der Gangway mit offener Pflichttüre.jpg

        55,26 kB, 357×267, 4.848 mal angesehen
      • 13-Fly mit Backbordsitz.jpg

        61,11 kB, 640×480, 1.367 mal angesehen
      • 44-kompletter Fahrstand.jpg

        50,71 kB, 357×267, 4.753 mal angesehen
      • 55-im Hafen-3.jpg

        55,06 kB, 357×267, 5.244 mal angesehen
    • So, endlich konnte ich mal wieder ein wenig an meiner Najade basteln,
      sodass ich auch weiter an meinem Baubericht schreiben kann:

      Als nächstes wurde der Deckaufbau vorbereitet.
      Auch hier müssen, wie schon beim Aufbau, die Ecken im Bereich
      der Sitzbänke von unten mit Stabilit verstärkt werden.

      Sämtliche Bohrungen für Relingstützen, Handläufe usw. bohren.
      Beim Verkleben des Deckaufbaus mit der hinteren Abdeckplatte darauf achten,
      dass die Überstände zur Kontur gleichmäßig verlaufen.
      Anschließend werden die Überstände, nachdem der Klebstoff ausgehärtet ist,
      abgetrennt und verschliffen.



      Jetzt habe ich zuerst mal die beiden anderen Bauteile, Frontscheibenteil
      und vordere Abdeckung, vorbereitet.

      Der schwierigste Teil kommt beim Anpassen des Deckaufbaus an das Frontscheibenteil.
      Hier muss darauf geachtet werden, dass das Frontscheibenteil einwandfrei
      in den Deckaufbau eingepasst wird.
      Ich habe zunächst die Winkel im vorderen Bereich des Deckaufbaus angepasst.
      Probeweise habe ich die vordere Abdeckplatte mit angelegt,
      da im oberen Teil ein Spalt von 1mm vorgesehen werden muss.



      Danach müssen gegebenenfalls die Anschlagkanten der hinteren Abdeckplatte verkürzt werden, damit das Frontscheibenteil richtig sitzt.




      Die vordere Abdeckplatte kann dann ebenfalls mit dem Deckaufbau verklebt werden.
      VlG Norbert
    • Und hier kommt der nächste Teil:

      Was mir anfangs Kopfschmerzen bereitete war, dass das Frontscheibenteil nicht so breit war wie der Deckaufbau.
      Das steht auch nirgendwo beschrieben.
      Durch Studium vieler Bilder stellte ich dann endlich fest, das muss so sein.
      Der Deckaufbau steht etwas über.
      Also muss man darauf achten, dass auf beiden Seiten der Überstand gleich ist.



      Entgegen der Anleitung habe ich das Frontscheibenteil zunächst mit dem Deckaufbau verklebt.
      Danach wurde der sichtbare Teil der Frontscheibe mit Abdeckband innen und aussen abgeklebt.
      Lackiert wird später.



      Im Bereich der Öffnung für die Leiter sämtliche Flächen plan schleifen
      oder feilen und anschließend die Übergänge spachteln.



      Den Radarträger ausschneiden, mit dem Deckaufbau verkleben und Nahtstellen verspachteln.

      So, das war's zunächst mal wieder.
      VlG Norbert
    • Die gröbsten Arbeiten sind erst einmal erledigt.

      Ich schrieb ja schon am Anfang, dass ich kein Rennboot bauen wollte.
      Deshalb habe ich mich für den Bürstenmotor Power 700/13T von Robbe
      entschieden und nicht für den mitgelieferten Roxxy BL Inrunner 3656/06.

      Daher mussten ein neuer Motorträger angefertigt und eine neue Kühlspirale besorgt werden.
      Für alle Interessierten habe ich hier die Abmessungen und die Zeichnung des Motorträgers.



      Nachdem der neue Motorträger fertig war (weil mir das richtige Werkzeug fehlt,
      habe ich ihn anfertigen lassen), konnte ich mit dem Einbau von Motor, Fahrtregler usw. beginnen.

      Wie schon bei der Antriebswelle, so muss auch an der Motorwelle eine Fläche
      für die Madenschraube des Kupplungselementes angefeilt werden.



      Kühlspirale auf den Motor schieben. Motor am Motorträger anschrauben.
      Die Schrauben am Motorträger habe ich mit Federringen und zusätzlich mit Schraubensicherung gesichert.
      Zum Entstören des Motors habe ich einen Entstörfilter genommen.
      Kupplungselement mit Madenschraube auf die Motorwelle schieben und zur gefeilten Fläche ausrichten.
      Madenschraube eindrehen aber noch nicht festziehen.

      Auf die Schiffswelle das zweite Kupplungselement schieben und zur angefeilten Fläche ausrichten.
      Motoreinheit in die Wanne einsetzen, Kupplungsmittelteil zwischen die Kupplungselemente einsetzen.
      Beide Kupplungselemente auf den Wellen in Längsrichtung verschieben, bis das Mittelteil korrekt sitzt.
      Jetzt können die beiden Madenschrauben auf den Flächen festgezogen werden.



      Motorträger zur Antriebswelle genau ausrichten und festkleben.
      Stevenrohr im Rumpf und an der Wanne ebenfalls verkleben.
      VlG Norbert
    • Und hier kommt der nächste Teil:

      Nachdem die Verklebungen durchgehärtet waren, begann ich mit dem Einbau der vorgesehenen Wasserkühlung.
      Von Beginn an hatte ich mich entschlossen, den Wasseraustritt nicht vorne zwischen den Bullaugen zu montieren.
      Der sollte am Heck eingebaut werden.

      Eine Rohrbiegevorrichtung habe ich nicht.
      Also füllte ich das Alu-Rohr mit feinem Dekosand; Vogelsand oder Sand fürs Aquarium tun es auch.
      Als "Schablone" für die Rundung musste ein runder Deo-Stick herhalten.
      Anders als in der Bauanleitung vorgesehen, habe ich das Rohr nicht im rechten Winkel gebogen,
      sondern etwas weiter, sodass der Zulauf schräg nach vorne weist.



      Bei der Bohrung im Rumpf für den Wassereinlauf beträgt der Durchmesser 5mm
      und nicht wie angegeben 4mm.
      Das Gleiche gilt auch für den Auslass.

      Der Wasserauslass wurde ebenfalls aus einen Stück Alu-Rohr hergestellt.
      Beide Teile habe ich mit Stabilit eingeklebt.



      Nun konnte es an den Einbau weiterer Teile gehen.
      An den vorgesehenen Stellen wurden Empfänger, Fahrtregler und Ruderservo eingebaut.
      Bevor ich einen ersten Testlauf startete, wurden noch sämtliche Kühlwasserschläuche verlegt.



      Der Testlauf verlief übrigens zufrieden stellend. :ok:

      So, das war es mal wieder.
      Die nächsten Arbeiten stehen an, und dann schreibe ich weiter.
      VlG Norbert
    • Hallo Chris,

      mit dem Bohrständer fängts schon an, hab ich leider nicht.

      Auch bin ich mit den räumlichen Möglichkeiten sehr stark eingeschränkt. :(

      Aber dadurch lass ich mir mein Hobby nicht vermiesen.

      Jedenfalls danke ich Dir und Bert für Euren Kommentar. :wink:
      VlG Norbert
    • So, dann werde ich mal ein wenig weiter an meinem Baubericht schreiben.

      Nach dem Einbau der "Innereien" erfolgte der Einbau der geplanten Innenbeleuchtung.
      Im Bugbereich wurden zwei LEDs und im Aufbau drei LEDs eingebaut.
      Diese sollen die von mir weiter oben erwähnte Fotofolie von hinten anstrahlen.



      Und da ich schon mal beim Aufbau war, wurden gleich die Befestigung für den Deckaufbau montiert
      sowie die Klebelaschen in einem Abstand von etwa 7,5cm eingeklebt.



      Rumpf und Aufbau konnten jetzt mit einander verklebt werden. Dabei habe ich zunächst im Heckbereich angefangen.
      Heck und die beiden seitlichen schrägen Laschen genau einpassen und mit Klebestreifen fixieren.



      Die vorderen Klebelaschen müssen passend zum Rumpf etwas abgewinkelt werden.
      Aufbau auf dem Rumpf mit Klebeband fixieren und gesamten Aufbau mit dem Rumpf verkleben.
      Anschließend die Klebestellen spachteln und nach Aushärten schleifen.

      Bevor ich Rumpf und Deck zum Vorlackieren vorbereitete, habe ich begonnen, die Reling anzufertigen.
      Dann ärgere ich mich nicht, wenn's mal einen Kratzer gibt.
      An dieser Stelle ist nach meiner Meinung die Anleitung etwas "merkwürdig" geschrieben.

      Messingrohr für oberen Handlauf nach Zeichnung in der Anleitung biegen.
      Ich habe jetzt von der Biegekante aus im Abstand der Deckbohrungen (85mm) mit Filzstift Markierungen angezeichnet.
      Damit erreiche ich, dass später die Relingstützen weitgehend parallel ausgerichtet sind.



      An den Markierungen werden die Splinte für die Relingstützen verlötet.
      Reling in die vorgesehene hintere Bohrung auf Deck einsetzen.
      Jeweilige Relingstütze in die vorgesehene Bohrung einsetzen,
      über den Splint schieben und mit einem gut heißen Lötkolben kurz mit einander verlöten.
      VlG Norbert
    • Und hier ist Teil 2 des heutigen Bauberichtes:

      Nachdem sämtliche Relingstützen verlötet wurden, habe ich die Reling wieder entfernt und die Lötstellen "richtig" nachgelötet.
      Danach habe ich 30mm von oben Markierungen für den unteren Relingeinzug angebracht und Vertiefungen eingefeilt.
      Anschließend wurde der untere Relingeinzug angelötet.
      Die zweite Reling wurde in gleicher Weise angefertigt.



      Als nächstes wurde der Bugkorb entsprechend der Zeichnung in der Bauanleitung aus Messingrohr gebogen.

      Die überstehenden Teile wurden abgelängt und mit dem Bugkorb verlötet.
      Bei dem oberen Relingteil, dem Handlauf, darauf achten, dass das Messingrohr
      entsprechend dem Bugkorb abgeschrägt wird.



      Damit war die Reling fertig und konnte wieder entfernt werden.
      Die Reling habe ich mit Felgenlack und anschließend noch mit Klarlack lackiert.



      Jetzt konnte ich den Rumpf abkleben und Rumpf und Deckaufbau lackieren.

      VlG Norbert