Spachteln und Schleifen - Mache ich was falsch?

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    • Spachteln und Schleifen - Mache ich was falsch?

      Hallo,
      ich versuche gerade, mit ein Urmodell aus Gfk zu erstellen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich etwas falsch mache oder ob der Arbeitsaufwand tatsächlich so hoch ist.
      Das Urmodell sieht so aus (Lineal sind 20 cm):



      Meine Arbeitsschritte sehen im Moment so aus:
      - Spachteln (mit Epoxidharz-Talkum-Spiritus-Gemisch)
      - Schleifen (mit 40iger Körnung und flexiblen Schleifbrett)

      Dann sind da immer noch Stellen, die nicht angeschliffen sind, also tiefer liegen müssen. Also entweder markiere ich die, und spachtel nur die Vertiefungen oder ich mach die Spachtelmasse recht dünnflüssig und streiche das ganze Modell mit einem Pinsel. Dann wieder Schleifen mit 40iger Schleifpapier. Dann sind wieder Stellen nicht angeschliffen, also wieder spachteln usw. usw. ... Für einen Durchgang Spachteln - Schleifen brauche ich ungefähr 10 Stunden.

      Jetzt meine Fragen:
      Ist das normal so oder kann man sowas auch schneller machen?
      Wie kann man besonders leicht schleifbare Spachtelmasse herstellen?

      Danke für Eure Gedanken dazu!
    • Ich schrieb:

      Hallo,


      Jetzt meine Fragen:
      Ist das normal so oder kann man sowas auch schneller machen?
      Wie kann man besonders leicht schleifbare Spachtelmasse herstellen?

      Danke für Eure Gedanken dazu!

      Hallo "Ich"

      Ich denke mit einer kurzen Vorstellung deinerseits bekämest Du wohl mehr Antworten.

      Ich weiss zwar nicht, was Du vor hast, aber es scheint mir schon ziemlich speziell zu sein!

      - 40-er Schleifpapier hat in der Regel im Modellbau nix zu suchen. Wenn schon, dann 80-er. Sonst könntest Du auch gleich eine Kettensäge verwenden um Oberflächen zu begradigen.

      - Ein Urmodell herzustellen ist immer zeitaufwändig. Aber 10 h für ein Schleifdurchgang ist zuviel!

      - Spachtelmasse selbst herzustellen lohn sich nicht. Es gibt in Baumärkten 2K-Feinspachtel oder sogar Leichtbauspachtel für Balsa, welche sich sehr gut schleifen lassen.


      nun meine Fragen:

      Was soll das für ein Boot geben?
      Wie bist Du zu den Ding gekommen das Du jetzt hast?
      Was hast Du nachher mit diesem Urmodell vor?


      Übrigens, es gibt viele Berichte in Bootsforen und auf dem Internet, wie man eine Urform baut oder fräst ....
      Übrigens, in den Foren gibt es auch Suchfunktionen ...


      Grz. madliz
    • madliz schrieb:

      Was soll das für ein Boot geben?
      Wie bist Du zu den Ding gekommen das Du jetzt hast?
      Was hast Du nachher mit diesem Urmodell vor?
      Es soll kein Boot werden. Es soll eine aerodynamische Hinterrad-Verkleidung für mein vollverkleidetes Fahrrad werden.

      Ich hab als erstes den Bereich um mein Rad mit Gfk abgeformt. Dann hab ich mir aus Styrodur eine Form geschnitten und diese über das Hinterrad gestülpt. Über alles dann eine Lage Glasfaser.


      madliz schrieb:

      - 40-er Schleifpapier hat in der Regel im Modellbau nix zu suchen. Wenn schon, dann 80-er. Sonst könntest Du auch gleich eine Kettensäge verwenden um Oberflächen zu begradigen.
      Es geht noch nicht um die Oberfläche, sondern darum, dass keine unbeabsichtigten Kuhlen mehr da sind.
      Wenn das gelungen ist, dachte ich wieder eine dünne Schicht Epoxidharz aufzutragen und dann mit 400er Schleifpapier aufwärts mich hin zu einer spiegelnden Oberfläche vorzuarbeiten.


      madliz schrieb:

      - Ein Urmodell herzustellen ist immer zeitaufwändig. Aber 10 h für ein Schleifdurchgang ist zuviel!
      Das wollte ich hören. Also mach ich etwas falsch und es besteht Hoffnung, in Zukunft solche Sachen schneller zu bewerkstelligen.
    • Aha! Jetzt wird mir einiges klarer.
      Um schöne Oberflächen zu erhalten, bringe ich meist eine dünne Glasfaser auf (<=80 g/m2). Die wird dann mit 2 Komponenten Spachtel 2-3 mal gespachtelt mit Zwischenschliff (120er-180er Papier). Nach dem voraussichtlich letzten Spachtelauftrag und einem Grundschliff mit z.B 240er-320er wird das Teil mit einer grauen Grundierung aus der Dose gespritzt. Darauf macht man einen hauchdünnen Schleier mit schwarzem Spray. Schleifen nass mit 400er-600er. Durch den schwarzen Schleier sieht man allfällige Unebenheiten sehr gut. Unebenheiten dann nochmals partiell mit Spachtel beseitigen.

      Meine Erfahrung: lieber ganz wenig Spachtel und dafür mehrmals. Je nach Lust und Laune kannst Du gegen Ende auch noch mit Spritzspachtel arbeiten.

      Grz. madliz