Trafos: Rausfliegende Sicherungen

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    • Trafos: Rausfliegende Sicherungen

      Hallo,

      es gibt Geräte mit konventionellen Netztrafos, bei deren Einschaltung gerne mal die Haussicherung fliegt. Zum Beispiel leistungsstarke Netzteile.

      Die dahinter stehende Theorie ist komplex. Es geht um Remanenzen rechteckiger Magnetisierungskurven billiger Trafostähle. Der Trafo "erinnert" sich an die Netzspannung beim Ausschalten und wenn das nächste Einschalten in einem unglücklichen Moment geschieht, dann fliegt die Sicherung. Es ist also zufallsbedingt.

      Im Netz gibt es Vorschaltgeräte, die die Stromaufnahme der Trafogeräte begrenzen. Ich halte davon nichts, weil derartige Geräte an der Wirkung und nicht an der Ursache rumdoktern.

      Beste Erfahrungen hab ich dagegen mit einem parallel zum Trafo geschalteten Motorkondensator gemacht (Wert ist unkritisch - ich nahm 4uF), Dieser Kondensator unterhält nach dem Ausschalten des Geräteschalters eine gedämpfte Schwingung zwischen Trafo und Kondensator und "löscht" somit die störende Magnetisierung des Trafos in idealer Weise. Die Sicherung fliegt beim nächsten Einschalten nicht mehr und der Gerätenetzschalter wird vielfach geschont (keine Überströme und auch keine Rückschlagspannungen mehr). Obendrein verbessert so ein Kondensator den Leistungsfaktor des Trafogerätes.

      Perfekt wirds, wenn man dann auch gleich noch einen VDR parallel zum Trafo und Kondensator schaltet. Dann hat man gleich auch noch einen Überspannungsschutz integriert.

      Ein Einbaubeispiel in einem Netzteil:




      Viele Grüße

      Wolfgang