Helligkeitsabgleich

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    • Helligkeitsabgleich

      Hallo,

      ab und an muss man Lichtquellen auf gleiche Helligkeit abgleichen oder prüfen. Zum Beispiel, wenn man irgendwelche China-LEDs für seine umlaufende Modellbefeuerung nutzen will und die billigen LEDs nach Helligkeit gruppieren muss.

      Mit dem bloßen Auge geht das nicht. Man ermüdet zu schnell und es ist zu ungenau.

      Der altmodische Physiker verwendet dazu einen uralten Trick, den man bei Kerzen, Glühlampen und auch LEDs verwenden kann. Ja man kann sogar unterschiedliche Lichtquellen damit auf gleiche Helligkeit abstimmen. Also z.B. den Strom einer LED so justieren, dass sie die gleiche Helligkeit wie eine Glühlampe erzeugt.

      Das Prinzip nennt sich "Fettfleckfotometer". Auf ein Blatt Papier lässt man einen Tropfen Nähmaschinenöl fallen. Fertig ist das Messgerät!

      Ich zeig mal die Verwendung mit zwei Glühlampen, die ich auf exakt gleiche Helligkeit abgleiche:

      Die Anordnung hat links eine Glühlampe mit willkürlich eingestellter Versorgungsspannung. Rechts die zweite Glühlampe die auf gleiche Helligkeit abgeglichen werden soll. Dazwischen das Blatt Papier mit dem Ölfleck. Die Abstände zwischen Lampen und Papier sind gleich.




      Ich gucke von rechts in das "Messgerät": Die vordere Lichtquelle ist noch zu dunkel.



      Ich drehe die Spannung für die vordere Lichquelle hoch. Nun ist das Licht der vorderen Lampe zu hell:



      Aha. Also dazwischen liegt die Wahrheit. Bei exakt gleicher Helligkeit wird der Fettfleck unsichtbar.



      Zur Überprüfung schau ich mir die Spannung und Stromstärke beider Glühlampen an:



      Beide baugleichen Lampen werden mit exakt der gleichen elektrischen Leistung betrieben. Das Fettfleckfotometer hat also perfekt funktioniert!

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • interessant, aber eigentlich ist das Problem bei mir eher ein anderes.

      Ich habe weiße Led und möchte aber unterschiedliche Lichtstärken haben.

      Im Moment muss ich dann andere Led verbauen, also diffuse, klar, warmweiß, kaltweiß.

      Mit Strom kann man ja nix regen bei LED.

      Nun bin ich aber ein grundsätzlich fauler Menschen und andere auch gern mal die Richtung beim Bauen.
      Wenn dann die LED verbaut ist ist es zu spät
      Manchmal kommt man nicht wieder ran ohne größeren Schaden an zurichten.

      Elektronik ist aber nicht so mein Ding, hatte ich ja schon mal geschrieben.
      Sic transit gloria mundi
    • Rene schrieb:

      Mit Strom kann man ja nix regen bei LED.

      Hallo Rene,

      das ist nicht richtig. Die Helligkeit einer LED ist dem Speisestrom weitgehend proportional.

      LEDs werden an einer Batterie ja immer mit Vorwiderstand betrieben. Sonst werden sie zerstört.

      Nimm mal unterschiedliche Vorwiderstände. Bei einer weißen LED ermittelst Du den Widerstand nach folgender Formel:

      "Vorwiderstand (Kiloohm) = (Batteriespannung minus 2.5V) geteilt durch gewünsche Milliampere"

      Probier mal Widerstände für 0,1mA, 1mA und 10mA. Da solltest Du deutliche Helligkeitsunterschiede sehen.

      Viel Erfolg

      Wolfgang
    • ja das hab schon getan 2,3,4 LED in Reihe und VW davor.
      Auch so kann etwas variieren.
      Aber es andere dennoch nix an der Tatsache, das ich aus einer warmweißen keine kaltweiße oder aus einer diffusen keine klare machen kann.
      Sic transit gloria mundi
    • Hallo Rene,

      in einer LED-Reihenschaltung fließt erstmal überall der gleiche Strorm. Davon sprach ich nicht. Ich hatte von einzelnden LEDs mit Vorwiderstand gesprochen. Also Parallelschaltung, wenn die einzelnen LEDs mit jeweils zugehörigem Vorwiderstand an der gleichen Versorgung hängen.

      Wenn man LEDs in einer Reihenschaltung abgleichen will, dann muss man mehr oder weniger Strom an den zu hellen LEDs vorbeileiten. Bei weißen LEDs errechnet sich dieser jeweilige Shunt-Widerstand so

      "Shuntwiderstand (Kiloohm) = 2,5V geteilt durch Vorbeileitstrom (Milliampere)"


      Wenn Du per Fleckfettfotometer beispielsweise feststellst, dass die hellste LED nur halb soviel Strom braucht, wie die dunkelste, so kannst Du den vorbeizuleitenden Strom nach dieser Formel berechnen. Der so ermittelte Shuntwiderstand wird parallel zur überhellen LED geschaltet. Und alles ist gut.

      An roten LEDs fällt übrigens 0,8V ab. Diese Spannung ist also stark von der LED-Art abhängig und kann bei LED-Arrys sogar über 30V betragen. Ich hab mit "2,5V" weiße 5mm-LEDs angenommen.

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      Zwar kannst Du keine klare LED aus einer diffusen machen. Aber Du kannst per Fettfleckfotometer auf gleiche Helligkeit abgleichen. Egal, in welcher Schaltung Du sie betreibst.

      Viele Grüße

      Wolfgang

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