Cockpit-Bildschirme mit OLED

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Cockpit-Bildschirme mit OLED

      Hallo Modellbauer,

      Ende letzten Jahres las ich durch Zufall in einem Radiobastler-Forum von der trickreichen Nutzung dieser winzigen OLEDs. Mit dem Display wurde das Anzeigefeld einer speziellen Radioröhre ("magisches Auge") nachgebildet. Derartige Röhren werden lange schon nicht mehr produziert und sind praktisch nicht mehr zu bekommen.

      Leider war das Projekt nicht öffentlich dokumentiert, die Elektronik erschien mir zu aufwendig und unterlag vielen Einschränkungen. Das musste besser gehen.

      Da ich kein Radiobastler bin, kontaktierte ich einen Schulfreund, der nun in SWH wohnt und alte Radios restauriert. Er war von der Idee begeistert und wollte das Labormuster gerne verbauen und auf Herz und Nieren prüfen.

      Hier die Doku dieser speziellen Anwendung, falls Interesse: mageye.pdf

      Die Elektronik in der Größe der Radioröhre misst eine Spannung und zaubert daraus ein grafisches Echtzeit-Bild, was der Abbildung des emulierten "magischen Auges" 1:1 entspricht.

      -------------------

      Man könnte aber mit derartigen Displays auch Modellbau-Cockpits ausstatten. Denn was genau auf dem Vollgrafik-Display dargestellt wird, ist völlig schnuppe. Schriften, frei ausgedachte Radarbilder, echte Drehzahlen oder sonstige Messwerte. What ever. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt und wenn man die Elektronik mit SMD-Bauteilen aufbaut, dann kann man auch sehr kleine Cockpits mit richtigem Leben erfüllen.

      Ein bewegtes Radarbild ist beispielsweise ein ganz anderer Effekt als das fuddelige statische Illuminieren mit fummeligen LEDs oder Lichtleitern, die letztlich nur blöd rumleuchten oder bestenfalls etwas rumblinkern.

      Ich würde mich freuen, wenn wir hier ein gemeinsames Forenprojekt hochziehen. Ihr wisst, was Ihr braucht. Und ich weiß, wie man es baut.

      Viele Grüße

      Wolfgang

      BTW: die Dinger gibts auch in Farbe.
    • geile Sache das hätte ich mal eher lesen/wissen sollen.

      Allerdings bin ich elektronisch gesehen eine absoluten Null. Ich bekomme grad mal meine Boote ans fahren und leuchten.

      Selbst diese einfach Adurio Steuerung sind ein Buch mit 7 Siegeln für mich
      Sic transit gloria mundi
    • Hallo Rene,

      wir machen einen Schritt nach dem anderen. Erstmal konkrete Wünsche definieren. Gucken, zu welchen Modell-Maßstäben derartige Displays am besten passen. Und dann wissen wir auch schon ungefähr, ob wir darauf einen Küstenverlauf, ein Tachometer oder einen künstlichen Horizont abbilden.

      Dann frickel ich was auf dem Labortisch zusammen und zeig Euch das. Und dann diskutieren wir und verbessern was. Usw. Und wenn alles fertig ist, müssen wir uns was ausdenken, wie Ihr in den Besitz der Module kommt. Zum Beispiel einfach dadurch, dass ichs zusammenlöte, teste und eintüte.

      Kommt Zeit kommt Rat.

      Im Moment gehts mir auch sehr darum, dass das Projekt dem Forum einheizt. Dass sich rumspricht, dass hier zur Zeit sowas als open source-Projekt angedacht und entwickelt wird und jeder herzlich eingeladen ist, dabei mitzudenken und mitzudiskutieren. Mal gucken, ob die Idee funktioniert....

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • ich denke schon das die Idee Anklang finden wird.

      Leider schauen die User hier zu selten ins Forum.

      Ich für meinen Teil bin der Meinung, das sich solche Bauguppen unter 1:30 gar nicht lohnen, da Sie nicht mehr wahr genommen werden (können).

      Sieh dir in meinem Bb meine Brücke an.
      Klar ist sie ausgebaut, beleuchtet Instrumente etc. aber man sieht es zum Schluss nicht mehr.
      Die Aufkleber sind 10x10mm eingebaut noch ca 9x9mm.
      Das ganze hinter 10mm hohen Fenster.

      So ab 1:25 und größer oder offener Fahrstand, Flybridge, da lohnt sich sowas.
      Sic transit gloria mundi
    • Hallo zusammen!
      Ich habe vor Jahren mal mit LCD Schlüsselanhängern experimentiert.
      Dort gibt es die Möglichkeit Grafiken in einer Slideshow darzustellen.
      Wenn man erstmal das Gehäuse von diesen Anhängern entfernt hat, lassen die kleinen Bildschirme sich prima in einer Brücke integrieren.
      Das gilt aber eher für Schiffe in größeren Maßstäben.
      Ich bin mal gespannt wie ihr das löst.

      Gruß
      Frank
      Ich weiss, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind...
      Aber manchmal haben sie RICHTIG GEILE IDEEN!!!
    • Hallo Frank,

      sich zurücklehnen und gespannt der Dinger harren, die da kommen, wird m.E. zu nichts führen.

      Denn ich hab von Modellbau keine Ahnung. Ich weiß nicht, was Ihr braucht oder Euch wünscht. Ich kann also ohne Euch überhaupt nichts lösen. Ihr müsst mir schon alles haarklein laienverständlich erklären, was ich wissen muss.

      Je mehr mitmachen, desto motivierter bin auch ich und werde mich dann verstärkt anstrengen. Umgekehrt würde ich glauben, dass sich keiner dafür interessiert.

      Also kurzum: wir brauchen Dich, Frank! Sei nicht gespannt. Sondern erzähl uns, was Du Dir wünschst.

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • Hallo Wolfgang,
      ich habe für meinen Anwendungszweck zunächst meine Lösung gefunden.
      Bin aber immer und gerne offen für neue Lösungen.
      Leider bin ich momentan beruflich und privat zu stark gebunden um mich an so ein Projekt aktiv zu beteiligen.
      Ich lese aber gerne mit und bringe mich ein, wenn ich spontane Lösungen habe.

      Gruß
      Frank
      Ich weiss, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind...
      Aber manchmal haben sie RICHTIG GEILE IDEEN!!!
    • Rene schrieb:

      So ab 1:25 und größer oder offener Fahrstand, Flybridge, da lohnt sich sowas.
      Hallo Rene,

      seh ich genau andersrum.

      Der Controller mit eigener Software und das Display zusammen kosten € 5,--. Das Display hat einen enormen Kontrast und Helligkeit. Weiße Pixel auf schwarzem Untergrund. Die einzelnen Pixel leuchten aktiv. Wie winzige weiße LEDs.

      Der Kontrast und die weißen Pixel auf schwarzem Untergrund lassen LCDs ganz alt aussehen. Das ist überhaupt kein Vergleich.

      Mit OLED kann man ganze Instrumentenbretter darstellen. Man braucht also nur so ein Display und keine Abziehfolien oder LEDs mehr. Das Display ersetzt alles. Sobald man Strom einschaltet, erscheint das Cockpit.

      Man spart Geld, Platz, Kabel und Gewicht und gewinnt Flexibilität. Besonders bei den kleinen Modell-Skalierungen, die mit einem OLED-Display ein ganzes Cockpit darstellen können.

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • Hallo Andre,

      genauso hatte ich mir die Sache im ersten Schritt vorgestellt. Vielen Dank für die sehr interessante Info!

      Der Preis ist allerdings sportlich. Real kostet alles zusammen unter € 20,-- für drei Displays, wobei man sogar noch mehr sparen kann, weil man für alle Animationen mit einem einzigen Steuercomputer ausreichen kann.

      -----------

      Wenn man dann noch weiter denkt, könnte man das ganze Cockpit per OLED darstellen. Also nicht nur die Leuchtschirm-Animationen sondern auch die Instrumenteumrandungen, die Schalter, Hebel und Lämpchen, die dann allesamt auch animiert werden können.

      Wenn man beispielsweise die Landeklappen ausfährt, bewegt sich der entsprechende Hebel im Cockpit scheinbar mit. Sozusagen "software-defined"-Cockpit statt Abziehfolie oder 3D-Druck.

      Dazu muss man dann natürlich statt vieler kleiner OLEDs ein größeres Display nehmen, Minimaler Aufwand. Maximale Details.

      Viele Grüße

      Wolfgang