Löschflugzeug

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    • Löschflugzeug

      Hallo liebes Forum,

      ich bin kein Modellbastler! Aber am Wochenende sah ich im TV beim Rumzappen eine Modellbausendung. Zwei Teams wollten Löschflugzeuge inkl. Wasserabwurfeinrichtung bauen. Angeblich sei das noch keinem zuvor gelungen... ? Angeblich auch nicht Firmen, die professionelle Bausätze herstellen....

      Diese Aussage hatte mich an die Sendung gefesselt, denn ich war ja nun gespannt, was sich die Bastler einfallen lassen.

      Ein Team verwendete zu meiner Enttäuschung statt Wasser Mehl als Betankung, was natürlich die Dichtungsprobleme und das Rumgeschwabbel während des Fluges ersparte. Der Effekt sah durchaus gut aus. Aber es war eben kein Wasser. Und außerdem spielt man nicht mit Lebensmitteln.

      Der Gegner verwendete zwar richtiges Wasser, kam aber mit der Abdichtung nicht klar. Es tröpfelte während des Fluges raus, wobei die Bewegungen des Fliegers gewiss auch noch gut mitgeholfen hatten. Als er abwerfen wollte, kam jedenfalls nichts, weil der Wassertank leer war.

      Ich fands beides etwas müde und zappte dann enttäuscht weiter. Aber das Thema ließ mir keine Ruhe.

      Warum füllt man nicht einfach einen Luftballon mit Wasser und knotet ihn zu? Den Ballon schiebt man dann in den Löschbehälter im Flugzeug und schließt die Klappen. Dann fliegt man so ein wenig hin und her und wenn man die Klappen schließlich öffnet, reißen die sich öffnenden Klappen gleichzeitig den Luftballon auf und das Wasser schießt heraus.

      Natürlich steckt der Teufel im Detail. Öffnungs- und Aufreißmechanismus und das Zurückhalten des entleerten Ballons müssen gelöst werden. Klar. Aber zumindest ist man schon mal das Dichtungs- und Schwabbelproblem los.

      Falls das mit dem Luftballon nicht klappen sollte, kann man auch ein Folienschweißgerät für Tiefkühlkost zum Anfertigen der Wassersäcke nehmen. Die kosten nur ein paar Euro. Ich erinnere mich, dass vor langer Zeit mal Milch in Plastikschläuchen verkauft wurde. So in der Art eben.

      Ich selbst kann, wie gesagt, mit der Idee nichts anfangen. Wahrscheinlich ist die Idee auch nicht mal neu und sie funktioniert aus irgendwelchen Gründen doch nicht. Ich hab von Modellbau keine Ahnung. Aber ich wollte die Idee auch nicht einfach in den Papierkorb entsorgen. Immerhin ist es ja nicht ausgeschlossen, dass irgendein Modellbauer damit doch was anfangen kann, was mich natürlich sehr freuen würde.

      Ich wünsch Euch viel Erfolg bei Eurem Hobby

      Wolfgang
    • Das Problem dabei ist der Maßstab.
      Wasser bleibt in 1:1 und lässt sich nicht verkleinern. Auch die Löschflugzeuge sind nicht zu 100% dicht, nur fallen da mal 10l Verlust nicht auf. Beim Modell schon 1l.

      Der Tank müsste anders gebaut werden, vor allem mit Schwallwänden, ist im Original auch, das verhindert das "schwappen".

      Die Idee mit der Wasserbombe halte ich für nicht sinnvoll, da es damit ein extrem perfektes Timig bräuchte.

      Ich würde das eher über ein großes Ventil realiesieren und die Klappen eher als Showeinlage nutzen, die sind eh verhältnismäßig klein.

      Jm2c.
      Sic transit gloria mundi
    • Hallo,

      man müsste mal ausprobieren, ob es nicht ausreicht, wenn man einen Wasserballon nur ansticht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich das Wasser schwallartig entleert. Vielleicht hat einer nen alten Luftballon rumliegen und mag das mal kurz im Waschbecken ausprobieren und berichten?

      So ein Stichel könnte vielleicht eine federbelastete Spitze sein, die beim Öffnen der Klappen freigegeben wird und in den Ballon sticht. Das würde Timing-Probleme vermeiden und man kommt weiterhin mit nur einem Servo aus.

      Der geplatzte Gummiballon sollte nach dem Entleeren im Modell verbleiben. Man kann den Knoten des gefüllten Ballons durch ein Deckenloch des Tanks fädeln und mit ner Klammer festhalten.

      Genial geht sicher anders. Aber wenns mit richtigem Wasser klappt ist das schon mal ein Fortschritt gegenüber der Mehl-Lösung.

      Grüße

      Wolfgang
    • Hallo,

      Luftballon hab ich leider nicht. Ich habs daher mal mit wassergefüllten Einmalhandschuhen ausprobiert.

      Je praller die Handschuhe gefüllt werden, desto besser. Ein Stich reicht aus um einen heftigen Schwall Wasser auszulösen.

      Das könnte also soweit hinhauen.

      Grüße

      Wolfgang
    • In Zeiten von immer mehr Plastikmüll und Resourcen schonen, würd ich von so nem blödsinn absehen jedes mal einen Ballon zu verschwenden für ein bisschen show.

      Ein HT-Rohr mit Schwallwänden und einem angesteuerten Ventil wäre deutlich besser.
      Gruß aus Ost-Westfalen

      Carsten
    • Hallo Carsten,

      umwelttechnisch bin ich völlig auf Deiner Seite. Andererseits ist ist der Modellbau grundsätzlich eine ressourcenverschwendende Freizeitbeschäftigung. Jeder Bastler versenkt im Laufe seiner aktiven Zeit tausende von Euros und ganze Keller voll mit Material in seinem Hobby. Jeder Start einer RC-Rakete oder einer Turbine püstert sonstwas für Schadstoffe in die Umwelt.

      Im Vergleich dazu scheint mir ein ausgedienter und vom Kindermund vollgesäberter Luftballon von einem Kindergeburtstag eine sinnvolle Zweitnutzung zu sein.

      Einen Tank mit Ventil kann ich mir als Nichtmodellbauer nur schwer vorstellen!

      Damit es zu einer schwallartigen Entladung kommt, braucht man entweder speziell geformte und berechnete Fluidik oder zumindest große Querschnitte. Ventile mit großen Querschnitten gibts in Waschmaschinen. Reicht das Bordnetz eines RC-Fliegers dafür aus? Brauchen derartige Magnetventile nicht einen Differenzdruck, damit sie überhaupt funktionieren?

      Wenn man eine schwallartige Schwerkraftentladung machen will, braucht man auch einen Druckausgleich. Das heißt, dass der Tank oben ein luft- und wasserdurchlässiges Loch größeren Durchmessers braucht. Beim ruckeligen Start und Flug austretendes Wasser würde sich in den Flugzeugrumpf ergießen. Gezielte Sturzflüge sind aus gleichem Grund risikoreich.

      Mir klingt ja immer noch die Aussage der TV-Sendung im Ohr, dass angeblich noch nie einer eine sicher funktionierende Wasser-Abwurfeinrichtung für ein RC Löschflugzeug hinbekommen hat. Und was die beiden Teams dort gebastelt hatten, hatte diese Aussage ja auch noch bestätigt.

      Wenn das simple Runterskalieren der großen Vorbilder nicht klappt, muss man halt auch mal neue Wege gehen. Und wie Rene schon schrieb: das Dichtungsproblem muss im Modell perfekt gelöst sein, denn Undichtigkeiten stören in kleinen Volumina viel mehr als in full scale.

      Die beste Abdichtung für Wasser, die es nun mal gibt, ist ein mit Wasser gefüllter Ballon. Das hält über Wochen und Monate absolut dicht. Das ist die Kernidee, die möglicherweise zu erstmals funktionierenden Lösungen führt.

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • Hallo,

      mir geht Carstens und Renes Ventil nicht aus dem Kopf. Es muss ja kein Magnetventil sein. Es gibt ja auch Quetschventile.

      Man könnte den mit Wasser gefüllten Ballon mit seinem Mundstück auf einen Quetschschlauch (z.B. aus weichem Silikon) schieben, der von einem Servo zugedrückt wird. Sobald sich der Servo dreht, öffnet der Quetschschlauch und das Wasser schießt heraus. So spart man sich die Ballonzerstörung und man benötigt auch keinen spritzwasserdichten Tank mehr.

      Quetschventil und Klappen sollten kombiniert ausgeführt werden, damit die Klappen und das Ventil synchron öffnen. Man könnte sogar gleich die Klappen den Schlauch zuquetschen lassen.

      So langsam lichtet sich der Nebel.....

      Grüße

      Wolfgang
    • Hallo,

      wirklich faszinierende Doku:



      DAS halte ich nicht für ein "bisschen blödsinnige Show"!

      Das ist in meinen Augen schlichtweg der Unterschied zwischen Modell-Posing und realistischem Funktionsmodell. Die Abwendung vom sinnfreien Rumfahren hübsch bemalter Plastikhüllen und Hinwendung zur Nachbildung echter Funktionalität der großen Vorbilder.

      Ein RC-Kriegsschiff oder Panzer muss in meinen Augen schießen können, ein U-Boot muss tauchen können, ein RC-Bagger muss baggern können und ein Modell-Löschflugzeug muss Brände löschen können. Es ist ja gerade diese jeweils "blödsinnige Show", die einen begeistert und zum verzückten Lachen bringt.

      Natürlich ist das ne andere Liga, als sein Modell nur zum Rumfahren, Rumschwimmen oder Rumfliegen überreden zu können. Die beiden TV-Teams haben es jedenfalls nicht bis zur Funktion geschafft. Deswegen hat mich deren (sicherlich mühevolle) Arbeit in letzter Konsequenz auch nicht begeistert. Ich als Laie wollte genau diesen angekündigten und "blödsinnigen" Show-Effekt sehen, der ein Löschflugzeug von einem einfachen Rumfliege-Flugzeug unterscheidet.

      Ich drück mich wahrscheinlich komisch aus. Aber ich kanns nicht besser umschreiben, worauf es mir als Laie im fortgeschrittienen Modellbau unbedingt ankäme. Nämlich echte Funktionalität, die einen fesselt, fasziniert und mit großen Augen und offenem Mund nachhaltig beeindruckt.

      Grüße

      Wolfgang
    • hallo Wolfgang,

      Die Idee mit der Kombination Ballon und Quetschen ist eigentlich gar nicht so blöd.

      Das könnte m.E. sogar funktionieren, sogar auch recht vorbildgetreu.

      Nur wäre damit noch nicht das "Schwabbelproblem" gelöst.
      Das wiederum bringt mich jetzt aber wieder auf ne Idee.

      Wenn man die Öffnung von Ballon als Ventil nutzen würde in Kombination mit dem Tank.
      Den "Zipfel' in die Klappen geklemmt, sollte ausreichend abdichten.

      Und zum komisch ausdrücken...
      Modellbauer sind komische Leute, wir verstehen dich :thumbsup:
      Sic transit gloria mundi
    • Hallo Rene,

      ok. Also spritzwasserdichter Kasten mit zwei Klappen unten drunter. Der gefüllte Ballon wird in den Kasten eingelegt und von unten mit einem "Rost" in den Kasten gepresst. Den Zipfel klemmt man zwischen den schließenden Klappen ein.

      Sobald die Klappen öffnen, lässt der Zipfel das Wasser durch und der Ballon entlädt sich irgendwie im Kasten, bleibt dabei aber zwischen Rost und Kastendeckel hängen und kann wiederbefüllt werden.

      Ja. Das sollte gehen.

      Fünf CNC-Plastikplatten für den Kasten. Eine Plastikplatte mit vielen Löchern als "Rost". Zwei Klappen. Ein oder zwei analoge Servos (einfach parallel) mit Stangenmechanik. Luftballons hab ich heute schon besorgt.

      Eigentlich sollte ich alle Teile für einen Demonstrator grundsätzlich beisammen haben bzw. improvisieren können.

      Ein funktionierendes Wasserabwurfmodul mit Fotos und Videos wäre das Sahnehäubchen des Threads und ne brauchbare Anregung für jemanden, der sowas gerade für sein Funktionsmodell sucht.

      Ich hadere noch etwas mit dem Klappenmechanismus. Aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • ja so in der Art waren meine Gedanken auch, Wolfgang.

      Für die Kraft die die Klappen benötigen würde ich gar nicht auf ein Servo zurück greifen, ein Getriebemotor und ein Hebelkonstukt sollten da besser geeignet sein.

      An den Klappen kann man ja die Kanten die Abdichten sollen, mit Gummi ummanteln, oder Silikonschläuche nutzen die man auf die Kanten klebt.

      Sprirzwassergeschützer Kasten ja auf jeden Fall um die Elektronik zu schützen. Aber ich würde eher ne Art Haube bauen, die incl. Ballon herrausnehmbar ist, als Einheit. Aber so, das der Ballon hauptsächlich auf dem Rumpfboden aufliegt, je tiefer der Schwerpunkt, um so stabieler das Ganze.
      Gesichert wird's ja durch die Haube.
      Erleichtert das befüllen. Die Idee mit dem Rost als Ballonfang ist gut.
      Sic transit gloria mundi
    • Hallo Rene,

      über robusten Getriebemotor muss ich nachdenken. Der erfordert Endschalter und ne Interfaceelektronik für die Fernsteuerung und ist auch ganz schön schwer. Billige China-Miniservos haben da schon gewisse Vorteile. Wenn man zwei verwendet, vereinfacht sich die Mechanik und die Betriebssicherheit verdoppelt sich, denn uns reicht ja schon eine einzige geöffnete Klappe.

      Das mit dem Schwerpunkt ist ein wichtiger Hinweis. Daran hatte ich nicht gedacht.

      Andererseits will ich aber auch nur einen Demonstrator basteln, der das Prinzip zeigt und prinzipielle Schwachstellen der Konstruktion entlarvt. Das Wesentliche dabei ist nicht die Klappenantrieb. Ich könnte die Klappen zur Not auch mit der Hand öffnen. Das ist ein Nebenkriegsschauplatz.

      Mal gucken....

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • Hallo Rene,

      man könnte zwei Motoren ohne Getriebe an die Oberseite des Kastens anflanschen, die direkt Spindeln antreiben. Für jede Klappe eine. Auf den Spindeln werden Bolzen mit Innengewinde verfahren, die die Klappen kraftvoll drücken bzw. ziehen.

      Das sowieso notwendige Gestänge mutiert dadurch zum Getriebe und schmiegt sich flach an die Außenwände des Kastens.

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • sowas in der Art hatte ich auch schon im Kopf nur fürchte ich, dass sich dann die Klappen zu langsam öffnen und statt einem Schwall Wasser das Ganze nur einen Rinnsal entspricht.

      Ich hatte schon mit dem Gedanken gespielt eine Zahnstange zu verwendet, die beim Abwurf "entriegelt" wird, ähnlich der Ankerwinden, die wir schon haben.
      Sic transit gloria mundi
    • Hallo Rene,

      schnelles Aufziehen der Klappen schafft ein kraftvoller Servo mit Zugseilen, die außen am Kasten hoch zum Servo geführt werden. Die Stellzeit eines Servos liegt üblicherweise weit unterhalb einer Sekunde.

      Aber wie kriegt man die Klappen wieder zu?

      --------------

      Man könnte zwei Servos nach unten auf die Drehachsen der Klappen versetzen. Dann braucht man überhaupt keine Mechanik mehr und spart sich sogar noch ein Lager pro Klappe, weil der Servo dann auch gleich ein Klappenlager darstellt.

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • hmm nee...

      Die Klappen schließen ja mit der Rumpfhaut ab. Da passt kein Direktantrieb.

      Servo-Seilkombination geht zum Schließen bestimmt, nur beim Öffnen sehe ich da Probleme.
      Ich denke, mit einem Gestänge sollte sich das besser realiesieren lassen.
      Sic transit gloria mundi
    • Hallo Rene,

      wenn man die zwei Servogehäuse auf die Klappen setzt, könnte m.E. alles hinhauen: Sogar mit besserem Effekt, als wenn die Klappen einfach wie bei einem Schrank aufgehen:



      Wirst Du aus meiner Skizze schlau? Ich guck vom Motor aus.

      Die Servos wären dann in der Mitte der Klappen anzubringen. Da, wo auch der Zipfel geklemmt werden soll. Weitere Lager brauchen die Klappen dann nicht.

      Viele Grüße

      Wolfgang
    • ja werde draus schlau aber funktionieren wird das nicht.
      Der (mögliche) Drehpunkt vom Servo sitzt dafür zu weit in der Mitte und man hat nicht genug Befesigungsmöglichkeit.

      Was funktionieren würde, an den Antrieb vom Servo ne Welle anflanschen und an dieser welle die Klappen befestigen
      Sic transit gloria mundi