Armidale Class Patrol Boat

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    • Armidale Class Patrol Boat

      Hallo miteinander,

      nachdem ich nun auch schon ein paar Tage in diesem Forum bin, wird's auch für mich mal Zeit für einen Baubericht. Wie ihr im Thema schon seht, habe ich mir vorgenommen ein Patrouillenboot zu bauen. Als großer Fan der australischen Fernsehserie "Sea Patrol" habe ich mir vor ein paar Jahren schon in den Kopf gesetzt ein Schiffchen wie die "HMAS Hammersley" nach zu bauen. Nun ist es nicht gerade einfach an eine Zeichnung oder einen Bauplan der "Hammersley" o.ä. zu kommen, also habe ich monatelang alles an Info's und möglicherweise für mich brauchbaren Zeichnungen zusammen zu tragen. Nach entsprechenden Maßstabsumrechnungen etc. konnte dann endlich mit dem Zeichnen des 3D-Modells begonnen werden, aber dazu später mehr.

      Hier erst einmal ein paar Daten zum eigentlichen realen Schiff:

      Länge: 56,8 m
      Breite :9,7 m
      Tiefgang:2,7m
      Geschwindigkeit: max 25 kn
      Besatzung: 21 Mann
      Bewaffnung: 1 x Rafael Typhoon M242 cal. 25 mm Kanone, 2 x M2HB Browning cal. 12,7 mm Heavy Machine Gun

      Techn. Ausstattung:

      X-Band Navigation Radar
      S-Band Navigation Radar
      BAE - Prism III Radar
      ESM
      Rafael Toplite Electrooptical Detection System
      2 x Zodiac 7,2 Meter RHIB (Riged-Hulled-Inflatable-Boat)

      Einsatz:

      Die Armidale Class Patrol Boote dienen hauptsächlich der Sicherung der australischen Küstengewässer im Kampf gegen Drogenschmuggel, illegale Einwanderung, Menschenhandel und Verstöße gegen die Fischereigesetze. Leider kann ich hier aus Datenschutzrechtlichen Gründen keine Bilder einfügen, aber diese sind bei Google unter HMAS Hammersley schnell zu finden.

      Das sollte aber zur Einleitung erst einmal reichen. Nun wieder zurück zum Modellbau:

      Jedes Modell welches gebaut werden soll bedarf erst einmal einer Überlegung in welchem Maßstab man eigentlich bauen will. Ich habe mich aus Platzgründen für den Maßstab 1:72 entschieden, und dementsprechend auch MEINE Zeichnungen ausgelegt. Die Betonung auf meine Zeichnung habe ich absichtlich gemacht, da alles was von jetzt an an Zeichnungen und Bildern von Modellteilen zu sehen ist, habe ich selbst gezeichnet und modelliert und kann von daher mit ruhigem Gewissen hier veröffentlicht werden. Wenn ich hier von "Modelliert" rede, muss ich noch hinzufügen, meine ich den 3D Druck, denn ich habe mich dazu entschlossen dieses Boot im PVC-Scratchbau in Verbindung mit 3D-Druck zu bauen. Somit basieren meine Zeichnungen sowohl auf 2D, als auch auf 3D Ansichten.
      Die Zeichnung für das Modell ist noch lange nicht endgültig fertig, doch wenn ich noch länger warten wollte, wüsste ich nachher gar nicht mehr wo ich mit dem BB anfangen sollte. Hier erst mal der aktuelle Stand der Zeichnung als 3D Modell:






      und hier ein paar Bildchen zum daraus entstandenen 3D Druck:






      und hier ist mein kleiner Knecht, der Spantsegment für Spantsegment mühevoll gedruckt hat:



      So Leute, erst mal genug Lesestoff für heute.

      Coming soon ... die ausführliche Entstehung des Modells am PC ...

      Grüße Dirk
    • Hey Carsten,

      ich habe mich absichtlich für den 3D Druck entschieden, um z.B. auch mal auszutesten wie weit ich mit der Druckerei gehen kann. GFK kann man machen, aber auch hierfür wird ja ein Prototyp benötigt. Mal sehen wie das Ganze weitergeht. Die einzelnen Segemente sind untereinander 3-fach im Stecksystem verbunden. Achso, der Rumpf wird nach dem Schleifen sowohl innen als auch außen mit einer Schicht speziellen Harz versiegelt. somit ist die Dichtheit gewährleistet. Der gestrige Schwimmtest ohne Harz hat aber schon bewiesen dass keine Notwendigkkeit besteht, der Kahn ist dicht, und liegt genau nach Zeichnung im Wasser (Bezug KWL).

      Grüße Dirk
    • ... und weiter geht's

      wie vorab schon angesprochen, möchte ich euch nicht nur den eigentlichen Bau vorstellen, sondern auch die zeichnerische Entwicklung bis zur Entstehung des Modells zeigen. Wer sich schon mit dem Zeichnen in 3D befasst hat, für denjenigen mag es evtl. langweilig sein, doch für die Interessierten unter euch will ich mal aufzeigen, was die z.B. Modellierer und auch Modellzeichner namhafter Modellbaufirmen für einen wahnsinnigen Aufwand haben um z.B. ein neues Modell auf den Markt zu bringen.

      Also mal von Anfang:

      Zuerst habe ich mir meinen Maßstab auf 1:72 festgelegt, was für mich bedeutet sämtliche Vorlagenmaße müssen vor jeglicher Verwendung in 1:72 umgerechnet werden.
      So entstanden zuallererst der Seitenriss, der Wasserlinienriss, und aus den beiden resultierend der Spantenriss in 2D:



      Nun konnten schon mal die Spantenformen gezeichnet und achsial der Reihe nach angeordnet werden. Hierbei musste auf korrekte Ausrichtung in Höhe und auch korrektem Abstand auf der Kiellinie geachtet werden.



      Wie bereits zu sehen befinde ich mich mit meiner Zeichnung bereits im 3 Dimensionalen Raum, und mit viel Fantasie kann man ja schon erahnen was das mal werden soll. Die korrekt ausgerichteten Spantenrahmen müssen nun in 3D umgezeichnet (gezogen) werden, dann kommt Form in die Sache.



      nun noch alle Eckpunkte verbinden, und spätestens jetzt ist zu erkennen dass es mal ein Schipple werden soll. Ich habe hier an dieser Stelle bereits die unteren Stabilisatoren und die seitlichen Scheuerleisten mit eingezeichnet. Ebenfalls schon vorbereitet die Bugreeling samt der einzelnen Reelingstützen. Nun ist für das eigentliche 3D Zeichnen alles vorbereitet, und kann mit den vom Programm gegebenen Funktionen "gebaut" werden.



      Ein sogenanntes Drahtmodell ist mit diesem ganzen Wirrwarr von Linien entstanden, im realistischen Modus sieht das Ganze aber viel übersichtlicher aus.



      Ich habe mein Modell bereits für den 3D Druck soweit optimiert, dass ein 3D Druck auch möglich ist, d.h. ich zeichne zwar als ganzes Modell, teile aber das Objekt in mehrere Segmente auf. So werden z.B. der Rumpf samt jedem einzelnen Spant Stück für Stück einzeln gedruckt, und nach dem Druck wieder zusammengesetzt.

      Kommen wir nun zur Bugreeling, auch diese wurde mit verschiedenen gezeichneten Formen und Funktionen erst einmal vormodelliert ...





      ... und dann passgenau auf das Modell aufgesetzt, und real schauts dann so aus:



      .... weiter geht's im nächsten Teil ...

      Grüße Dirk
    • Damit euch der Lesestoff nicht ausgeht, mach ich gleich mal weiter.

      Hier nun mal alle Ansichten zum derzeitigen zeichnerischen Stand des Modells:

      Ansicht von links:


      Ansicht von rechts:


      Ansicht von hinten:


      Ansicht von vorn:


      ... und hier mal die Vorderansicht als Drahtmodell ... schön verwirrend oder? :grueb:



      Als nächstes sollte nun erst einmal ein Deck drauf. Die Deckszeichnung habe ich der Übersicht halber sozusagen separiert. Ich habe das Deck gleich mit den lt. Fotos vorgegebenen Pollern an den vorgegebenen Positionen gezeichnet. Um mit den späteren Reelingen nicht zu kollidieren habe ich diese auch hier schon mal vorsorglich mit eingezeichnet ...



      passgenau ins Modell integriert ...



      und in real ...





      .. im nächsten Thread folgen dann Hecktreppen, Propeller und Reelinge

      Grüße Dirk
    • Hallo miteinander,

      nun nach längerer Zeit mach ich mal wieder ein Update zu meinem bisherigen Bau der Hammersley. Um die ganze Angelegenheit mal etwas abzukürzen, da das Zeichnen scheinbar nicht sooo viel Interesse mit sich bringt, zeige ich euch jetzt nun mehr vom eigentlichen Bau des Bootes. Ok, der letzte Stand hier war der gedruckte Rumpf. Zwischenzeitlich sind so einige Dinge dazugekommen, ich habe mir bereits das Geschütz gezeichnet und gedruckt, sowie einiges an Zubehör ebenfalls gezeichnet und anschließend gedruckt, als da wären Schiffsschrauben, Ruder, Bugstrahlruder mit passendem Propeller, Poller, Türen, Steigleitern, Hecktreppe, Bootskrane, sämtliche Geländer und einiges andere Zubehör ... Ebenfalls wurden die Aufbauten, der Hauptmast, der Mast auf der Brücke, die Brücke selbst mit ein klein wenig Inventar gezeichnet und gedruckt, und für den Zusammenbau vorbereitet. Der Bootsrumpf wurde gespachtelt und geschliffen, und eine erste Stellprobe aller gedruckten Bauteile konnte schon mal vorgenommen werden. Hier nun ein paar Bildchen dazu:






      Wer genaueres zu einzelnen Bauteilen wissen möchte melde sich gern zu Wort, dann werde ich etwas ausführlicher berichten. Zur weiteren Planung sei noch gesagt, das dieses Boot mit einer 2,4 Ghz Fernsteuerung mit 14 Kanälen ausgestattet wird. Sämtliche später "funktionierenden" Bauteile wurden bereits beim Zeichnen und drucken entsprechend berücksichtigt.

      Das Boot soll folgende Funktionen erhalten:

      - Fahrt Vor-Rückwärts mittels zwei Brushless Motoren und 2A Fahrtenregler
      - Bugstrahlruder Links-Rechtslauf mittels Micromotor
      - drehbares Geschütz mittels Servo
      - Ruderanlage mittel Servo
      - Positionslichter mittels SMD-LED's
      - Deck- und Heckbeleuchtung mittels SMD - LED's
      - 3x Suchscheinwerfer mittels LED 3mm kaltweiß
      - Brückenbeleuchtung (Grün- Normal, Rot - Alarm) mittels SMD-LED's umschaltbar
      - Mastbeleuchtung (international) mittels SMD-LED's
      - mindestens zwei RUL ebenfalls mittels SMD-LED's
      - Bootskrane (Bootsausleger) zum Aussetzen der beiden RIB-Boote schwenkbar mittels zweier parallel geschalteter Servos
      - 2x drehende Radaranlage (1x auf Brückendach, 1x auf Hauptmast)

      Hiervon funktionieren bereits, Vor-Rückwärtsfahrt, Ruderanlage, Quer-Bugstrahlruder, Suchscheinwerfer, 1x Radar auf Brückendach, Brückenbeleuchtung, Decksbeleuchtung, 1x Suchscheinwerfer und die Bootskrane (Bootsausleger), doch dazu mehr im nächsten Update. Ich bin momentan dabei, die RIB-Boote zu konstruieren, nach 3 Fehlversuchen kann ich aber heute auf meine endgültigen Druckergebnisse hoffen.

      Grüße in die Modellbauwelt und schöne Ostern euch allen!

      Dirk

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von dirk () aus folgendem Grund: Schreibfehler

    • dirk schrieb:

      da das Zeichnen scheinbar nicht sooo viel Interesse mit sich bringt, zeige ich euch jetzt nun mehr vom eigentlichen Bau des Bootes
      Das Interesse ist da, doch was soll man großartig dazu schreiben? Einfach perfekt was Du da konstruiert hast!
      Auch die Details und der Baufortschritt gefallen mir sehr gut.
      Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken ein Schiff in 3D zu drucken und zu bauen, leider fehlen mir die Fähigkeiten in 3D am Computer zu konstruieren.
      Irgendwie fehlt mir dafür eine Hirnwindung. ;(
      Deshalb beschränkt es sich bei mir darauf die im Netz vorhandenen Vorlagen zu drucken und ggf. anzupassen.
      Ich bleibe jedenfalls gespannter Mitleser!

      Gruß
      Frank
      Ich weiss, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind...
      Aber manchmal haben sie RICHTIG GEILE IDEEN!!!
    • Hallo in Die Runde!

      Dank euch beiden!

      @ Frank Das Zeichnen an sich ist doch eigentlich nicht so problematisch, vorrausgesetzt man hat das geeignete Programm dafür. Aber auch in Deinem Fall kann ich es voll und ganz nachvollziehen, ich habe ja auch mal klein angefangen. Angebot meinerseits, wenn Du was spezielles brauchst, melde Dich einfach, da findet sich sicher ein Weg. Ein paar Ansichten in Bildchen von dem gewünschten Objekt, und der gewünschte Maßstab, mehr benötige ich nicht. Ob Auto, Boot oder gar Häuser kein Problem.

      Schöne Ostern

      Dirk
    • Neu

      Hallo miteinander,

      wieder mal Zeit für ein Update meiner Baufortschritte. Diesmal habe ich mich hauptsächlich den RIB-Booten gewidmet. Mit meinem ersten Prototypen der RIB-Boote war ich doch recht unzufrieden.



      Also ran an den PC, und neu zeichnen. Hauptsächlich ging es mir um die Rumpfform, welche mir beim Prototypen doch zu flach erschien, und ein Wassertest meine Vermutung bestätigte. Also wie gesagt, neu gezeichnet und gedruckt, und nun war ich auch mit dem Ergebnis zufrieden, aber seht selbst:





      Dann habe ich mit den Bootsauslegern angefangen. Diese sollen ja funktionabel sein, und von daher habe ich mich für einen parallelen Servobetrieb entschieden. Parallel betrieben heißt, ich verwende ein Servo im Originalzustand. An der Platine dieses Servos wird mittels Verlängerungskabel nur der Motor des zweiten Servos (in meinem Fall umgepolt) angelötet. So habe ich es erreicht, das beide Servos synchron in die gewünschte Richtung arbeiten. Hier im Bild das umgebaute Servo samt Kran (Bootsausleger).



      Beide Krane (ich leg mich jetzt mal auf Krane fest) habe ich dann erst mal an Deck verbaut, um die Passgenauigkeit zu testen.



      und mit erst einmal aufgelegten Rib-Booten schauts dann so aus:



      Wie Ihr bereits gesehen habt, hat das Schiff mittlerweile auch seine Farbe bekommen, die Geländer wurden angebaut, einiges an Zubehör kam an Bord, und auch die gedruckte Hecktreppe sowie auch die Heckleuchten (ebenfalls gedruckt, und mit einer SMD-LED versehen) wurden angebaut.



      Auch wurden nun die ebenfalls gedruckten Ruder und Schrauben befestigt. Ein erster Fahrtest in der Badewanne wurde erfolgreich absolviert, und das Boot nimmt auch langsam seine endgültige Form an. Auch entlang der Aufbauwände und über den Türen der Brücke wurden Leuchten (ebenfalls gedruckt und mit SMD-LED's versehen) angebaut. Alles was hier an Kleinteilen zu sehen ist wie Kisten, Leitern, Geländer, Rettungsringe etc.. wurde mit dem Drucker erschaffen!



      Hier mal ein erster Einblick in meine spätere Steuerzentrale, wo alles was funktionieren soll zusammen läuft. Hier werden die Akku-Packs, der Empfänger, die Ansteuermodule für die verschiedenen Beleuchtungen und das Soundmodul ihren Platz finden.



      Das "Soundmodul" ist eigentlich gar kein Soundmodul in dem Sinne wie viele von euch es wahrscheinlich kennen. Ich habe mich für eine weitaus kostengünstigere Variante entschieden, die aus meiner Sicht viel praktischer ist. Ich habe mir bei Amazon ein sogenanntes Grußkartenmodul gekauft. Dieses Modul verfügt über ein intergriertes Micro, über welches der Speicher mit jedem x-beliebigen Geräusch bespielt werden kann. Einzig der ursprüngliche Lautsprecher wurde von mir ausgetauscht, und durch einen kräftigeren ersetzt. Ein auf den LP gesetzter Schalltrichter verstärkt das entsprechende Geräusch auch noch. Hier mal ein Bildchen...



      ...und hier das Video dazu:

      youtube.com/watch?v=RJJshRw4di0

      So Leute, das solls erst mal gewesen sein. Ein weiteres Update folgt in Kürze.


      Grüße Dirk
    • Neu

      Hallo Leute,

      so soll's denn gleich weiter gehen mit den Updates.

      Bin auf der Arbeit auf 'ne grandiose Idee gekommen ... Ich habe ja die RIB-Boote nun gebaut 'ne? ... aber an denen funktioniert nichts ... das geht gegen meine Moral!! ERGO ???
      Ich drucke sie nochmal, und baue auch hier (zumindest bei einem der beiden RIB-Boote) eine RC-Fernsteuerung rein. Jepp! das isses!
      Ein 10 cm RIB-Boot mit Fernsteuerung sollte machbar sein. Hatte ja einige Tage frei ... die Idee war da, die Lust war da, die Zeit war da, Material war auch da, und der Drucker war noch vorgeheizt ... da konnte ich gar nicht anders. In einem anderen Forum wurde mein Vorhaben als "Science-Fiction" bezeichnet, und das war mir natürlich ein weiterer Ansporn mein Vorhaben umzusetzen.

      Also habe ich mich dran gemacht, ein RIB-Boot (erst mal eins!) RC-fähig zu bauen. Also erst mal ran an die Zeichnung, und schauen wo an welchen Stellen Material eingespart werden kann, um das Gesamtgewicht des Bootes zu reduzieren.




      Danach ging es an den Druck der einzelnen Bauteile ...





      Dann brauchte ich eine "passende" Fernsteuerung nebst "passenden" Empfänger. Hierfür habe ich mich für diese kleinen "Büroflitzer" entschieden, die hin und wieder im Einzelhandel aber auch bei Amazon für wenige Euros zu finden sind. Ich habe mich für ein 40 Mhz (die Dinger gibts in 27Mhz, 35Mhz und 40Mhz) entschieden. Die riesige Empfänger-Platine ist geradezu prädestiniert für mein Vorhaben.




      Zuerst habe ich die Micromotoren eingebaut. Die Wellen sind 1mm Durchmesser und 13mm lang. Die Wellenkupplungen bestehen aus jeweils einer Feuerzeug-Düse (direkter Anschluss an Motor) und jeweils 8mm Kettenwelle (biegsam).



      Die 4-Blatt-Propeller Durchmesser 8mm habe ich aus 0.5er Kupferblech hergestellt, und direkt auf die Wellen aufgelötet.



      Anschließend habe ich die Ladebuchse und den E/A Schalter in den Steuerstand des RIB-Boot-Decks eingebaut. War das eine Süssifuss- Arbeit .
      Und immer wieder auf das Gewicht achten, dafür habe ich eine Briefwaage verwendet. So'n Dingelchen macht sich dabei ganz gut.



      Nach dem Schalter und Ladebuchse eingebaut waren kam noch eine Federstahldrahtantenne (geiles wort!!) an Deck, und somit war die "Oberseite" erst mal versorgt, und jetzt ging es an die Unterseite. Da ich in den RIB-Booten nur ganze 8mm Platz habe (in der Tiefe von der Decksunterseite zum Rumpfboden) und die Motoren samt Wellen schon ihren Platz in Anspruch genommen hatten, mussten Akku und Empfänger-Platine an der Unterseite des Decks befestigt werden. Hierbei musste aber auch berücksichtigt werden, wo welche Komponente genau hinpasst, und auch die Gewichtsverteilung musste wohl bedacht sein. Schließlich soll das Böötchen ja auch schwimmen, und nicht senkrecht wie ne Angelpose im Wasser stehen ...




      Dann wurde alles hübsch gelötet, Deck und Rumpf miteinander verklebt und versiegelt. Beim eigentlichen Einbau der verschiedenen Komponenten habe ich das Ganze immer wieder in eine Schüssel mit Wasser gesetzt, um Tiefgang und Wasserlage im Auge zu behalten. Als Leim und Versiegelung getrocknet waren ging's mitsmat dem Böötchen Richtung Bad, erste Probefahrten machen. Bildchen bzw. Video hierzu muss ich euch bis zum nächsten Update schuldig bleiben, das Spielen hat so Spaß gemacht dass ich gar nicht dazu kam ein Paar Bildchen zu machen. Solange rumgedödelt, bis der Akku leer war, aber egal, jetzt hängt das Böötchen erst mal wieder an der Ladestation.




      Hier mal ein Vergleich zu 'nem Cent ...



      Bis zum nächsten Mal.

      Grüße Dirk
    • Neu

      Hallo Dirk,

      ich sitz hier mit offenem Mund und bin hin und weg. Ich hatte 3D-Drucker immer als Spielzeugmacher abgetan. Aber Deine Segmentierung ist genial.

      Du konstruierst also mit Autocad und druckst mit dem Dremel, der ja auch nicht gerade ein billiger China-Kracher ist. Passgenaue Teile aus dem Drucker sind keineswegs ne Selbstverständlichkeit.

      Was für eine Arbeit Du allein in die Zeichnungen gesteckt haben musst. Und Deine entzückenden Beibötchen. Das halte ich alles für Oberklasse.

      Trotz der enormen Arbeit aber blitzschnell, denn Du bist ja erst 5 Monate im Thread dabei und das gewiss auch nicht fulltime.

      Morgen kommt wieder die komische Modellbausendung (auf DMAX, glaub ich), die mich ja zu Euch hingetrieben hat. Ich werde mir morgen die Sendung mit anderen Augen anschauen!

      Ihr Modelbauer macht schon wirklich "geilen shice", um es mal modern auszudrücken ;)

      Vielen Dank für Deine tollen und sehr unterhaltsam geschriebenen Beiträge.

      Wolfgang
    • Neu

      ach Wolfgang, alles kein Hexenwerk.
      Wenn du dich in ner ruhigen Minute damit mal etwas genauer befasst, wirst du merken, dass du das auch bauen könntest.

      Es sind wenige grundlegende Dinge die man beachten muss.

      So einen Rumpf zu bauen ist gar nicht so schwer wie es vllt aussieht.

      Wenn es dich mal interessiert schau mal in meinen BB der Neustrelitz

      BP 22 Neustrelitz

      Ich denke man kann es gut erkennen.
      Vllt bekommen wir dich ja auch noch dazu.

      Sorry Dirk für's Ot.
      Sic transit gloria mundi
    • Neu

      Hallo Rene,

      Dirks Thread war der allererste Modell-Thread, den ich mir hier im Forum durchgelesen hab. Ich will mir unbedingt auch all Eure anderen Projekte anschauen. Eins nach dem anderen. Ich bin wirklich gespannt, was ich noch alles zu sehen bekomme.

      Das Forum hier begeistert mich deutlich mehr als die TV-Sendung vom Samstag letzter Woche.

      Auch von mir ein dickes "Sorry für OT" an Dirk und viele Grüße

      Wolfgang
    • Neu

      Hallo miteinander,

      Dank euch beiden, freut ich wenn's gefällt.

      @ Rene ... kein Problem, wenn Du solche Boote gebrauchen kannst, melde Dich. Maßstab 1:50 ist machbar.

      @ Wolfgang ... na das freut mich aber besonders, Dich als "Neuling" hier mit meinem BB begeistern zu können. Wie Rene schon bemerkte, alles kein Hexenwerk. Zu den Modellbau-Sendungen kann ich nur sagen, hin und wieder recht interessant was man an Modellen so zu sehen bekommt, nur ein gewaltiges Manko haben diese Sendungen .... vom eigentlichen Bau der Modelle, und der Kreativität in punkto Eigenbau sieht man fast gar nichts.

      Grüße Dirk