Armidale Class Patrol Boat

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    • Hallo Dirk,
      ein seeehr interessanter Baubericht. Man kann alles schön detailliert nachverfolgen. Echt vorbildlich !!!
      Was mich bisher vom 3D-Druck abgehalten hat, war die geringe Oberflächenqualität. Aber hier hast du offensichtlich mit dem Filler (Produktname ?) eine annehmbare Lösung gefunden.

      Was mich ebenfalls sehr fasziniert, sind deine kleinen Beiboote. Ich hatte bisher angenommen, das man in dieser Größe aus Gewichtsgründen am besten Tiefziehteile oder dünnes GfK einlagig laminiert, verwendet. Welche Materialstärke hast du beim 3D-Druck für die Rumpfteile eingestellt ?
      Und welche Geschwindigkeiten und Fahrzeiten erreichst du mit einer Akkuladung ?

      Ich habe den Bau meines Yachttenders zunächst gestoppt, in der Hoffnung das der 3D-Druck noch Fortschritte macht, bis die Oberflächen ohne große Nacharbeit spiegelglatte Oberflächen ermöglicht.

      M.f.G. Jörg
    • Kaeptn Graubeer schrieb:

      ....
      Ich habe den Bau meines Yachttenders zunächst gestoppt, in der Hoffnung das der 3D-Druck noch Fortschritte macht, bis die Oberflächen ohne große Nacharbeit spiegelglatte Oberflächen ermöglicht....
      Spiegelglatt ist sicher auch nicht das Optimale... aber es sind jetzt schon sehr gute Oberlächen möglich.

      Dioe Oberfläche ist von der verwendeten Schichtstärke, Düsendurchmesser, Material und Temperatur abhängig...Ich wage mich mit meinem getunten Billigdrucker bereits an 0,06mm Schichtstärke sogar mit einer 0,2mm Düse, da genügt dann schon Haftgrund.

      Richtig glatte Oberflächen bekommt man mit einem Druckverfahren bei welchem mittels Laser/LED oder so von unten punktgenau in eine spezielle Flüssigkeit/Harz "geschossen" wird. am Zielpunkt härtet das Material aus
      Schiff-, Flug-, Auto-, Motorrad- und LKW-Modellbau
      ...Alles ausser Verbrenner und U-Booten...
      Homepage: rc-scalers.de
      Mitglied im VzBbA = Verein zur Bekämpfung blödsinniger Abkürzungen
      -Px
    • Hallo miteinander,

      Danke, es freut mich euer Interesse für mein Projekt geweckt zu haben.

      @ Jörg Ich versuche mal Deine Fragen der Reihe nach zu beantworten:

      Der "Filler" nennt sich tatsächlich so, Hersteller ist die Firma Schuller, und das Produkt nennt sich genau PRISMA TECH FILLER, ist eine 400ml Spraydose, kostet so um die 4,- € und ist nur in der Grundfarbe beige erhältlich. Das Zeugs wird hauptsächlich zur Reparatur von Karosserie und Lackschäden im KFZ und Bootsbereich verwendet, und ist in eigentlich jedem gut sortierten Baumarkt erhältlich.

      Nun zu meinen RIP-Booten:

      Der Rumpfboden besteht aus zwei Hälften die jeweils eine Wandstärke von 0,8 mm aufweisen. Das eingebaute kleine Deck ist 0,5mm stark, und die Sitzbänke und der Steuerstand sind wiederum in 0,8mm Wandstärke gedruckt. Das heißt der das Boot umlaufende "Schlauch" ist hohl, sowie die Sitze und auch der Steuerstand sind ebenfalls hohl.

      Kleiner Ausflug in meine Drucktechnik:

      Ich drucke mit dem Material PLA, mit einer Drucktemperatur von 230°C, einer 0.4mm Düse und 0.1 -0.2mm Schichten. Die Druckgeschwindigkeiten habe ich nicht verändert, da bin ich mit den Grundeinstellungen des Slicers zufrieden. Als Slicingprogramm verwende ich den DREMEL3D SLICER der dem allgemein bekanntem CURA sehr ähnlich ist bzw. in Kooperation CURA und DREMEL entwickelt wurde. Hier findet man so ziemlich alles was man sich an Optimierungsmöglichkeiten denken kann. Das "alte" Slicingprogramm (Print Studio) hatte z.B. keine großen Einstellungsmöglichkeiten angeboten.

      Beispiel "WARPING"

      Warping bedeutet das sich das Modell beim Druck wölbt oder verzieht, auf deutsch gesagt "versaut wird", das wohl verbreiteste Ärgernis beim 3D-Druck.

      Dieses "Warping" hat sich mit dem Einstellungspunkt Druckplattenhaftung schlagartig erledigt. Die Druckplattenhaftung erlaubt Einstellungen RAFT (heißt soviel wie Bodenplatte under dem zu druckenden Modell), SKIRT (heißt soviel wie Linie um die Modellbasis, bewirkt aber nicht viel) und schlussendlich BRIM (hier wird um die Modellbasis herum ein beliebig einstellbarer Randstreifen gedruckt, welcher bei kleineren Modellen das Warping verhindert)

      Nun wieder zurück zu den Booten:

      Die Reichweite ist nicht sonderlich hoch (LIPO-Akku 370 mAh 3,7V), und die Geschwindigkeit der Boote hält sich in soweit auch in Grenzen, denn man muss die Dinger ja auch kontrollieren können. Aber zur Erklärung hierzu, die Boote sollen ja "nur" vom Mutterschiff (der Hammersley) mittels Bootausleger an Steurbord und Backbord ins Wasser abegesetzt werden können. Um dies "optisch realistisch" umzusetzen kam ich halt auf die Idee die Boote mittels 40MHz Fernsteuerung auszustatten. Der "Realistik" wegen müssen die Boote aber auch vom Mutterschiff ablegen, um später auch wieder eingeholt werden zu können. Das heißt unterm Strich, die Boote werden abgesetzt, fahren ne kleine Runde und werden dann wieder eingeholt. (Dazu dient übrigens der Bogen am Steuerstand)
      Dazu muss ich aber auch noch erwähnen, dass ich zwei verschiedene RIP-Boote gebaut habe (Update folgt demnächst) Das zweite Boot wurde nur mit einem Micromotor und Propeller ausgestattet, dafür aber mit einer Magnetlenkung, aber dazu mehr und ausführlicher im Update. Aber so richtig ganz zu fireden bin ich mit beiden Booten noch nicht, aber ich tüftele noch.

      Letztlich möchte ich nur noch zu dem "Spiegelglatt" Drucken sagen ... soweit ist die Technik dann doch noch nicht. Aaaaaber "Spiegelglatt"? wo bleibt denn da der Spaß am Modellbau?

      Grüße Dirk
      Der Weg ist das Ziel! Aber man kann sich ja auch mal verlaufen! 8)
    • Kaeptn Graubeer schrieb:

      ...bis die Oberflächen ohne große Nacharbeit spiegelglatte Oberflächen ermöglicht....
      Jörg, bei richtigen Einstellungen sind solche Oberfklächen mit "Billigdrucker", 0,4mm Düse, Billigfilament und 0,1mm Schichtstärtke möglich... M3 Schraube zum Größenvergleich,. es handelt sich um Teile für eine Blattfederung
      Bilder
      • P1040238.JPG

        271,42 kB, 1.600×1.200, 8 mal angesehen
      • P1040239.JPG

        273,96 kB, 1.600×1.200, 7 mal angesehen
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      -Px
    • @ Dirk,
      vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Ich werde weiterhin aufmerksam dranbleiben.

      @Christian, auch dir vielen Dank für deine Bilder. Aber die feinen Riefen in der Oberfläche bedürfen für sichtbare Yachtbauteile nach meinen Geschmack, noch ein paar Schleifdurchgänge, oder einer Sonderbehandlung mit "Dirks Spezialfiller".
      Jedenfalls vielen Dank an euch für den aktuellen Stand der Technik bei Oberflächen aus 3D-Druckern.

      M.f.G. Jörg
    • Hallo miteinander,

      nun, nachdem der Feiertagsstress vorbei ist, und langsam wieder die gewohnte Ruhe einkehrt, möchte ich auch meinen BB mal etwas weiter führen. Wie es eben so ist im Alltag, der Job raubt einem die Zeit, und wenn man mal etwas Zeit hat, dann steht es mit der Lust zum bauen nicht sonderlich gut. Aber egal, ganz untätig war ich ja nicht, und so kann ich euch mal wieder einiges berichten. Die beiden RIB-Boote lasse ich jetzt mal außen vor, da bin ich noch nicht ganz zufrieden, aber ich habe mich so nach und nach an die gesamte Beleuchtung gewagt. So mussten ja einige LED's angefertigt werden für die normale Decksbeleuchtung, die Mastleuchten mussten gebaut werden, die Suchscheinwerfer, die umschaltbare Brückenbeleuchtung (grün-Normal / rot-Alarm) usw.. Hier habe ich mich mit SMD LED's "begnügt", so dass meine Nerven und ich unsere helle Freude hatten.

      Begonnen habe ich mit der normalen Decksbeleuchtung, hier brauchte ich ja "nur" die LED's, da ich die Lampenabdeckungen ja bereits gedruckt hatte.

      das-modellbauforum.de/fm/index…f399d36387911b2698bb3a4f7

      dann ging es weiter mit den Suchscheinwerfern

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      Das war im Großen und Ganzen recht entspannend, da man mit dem kleinen Gestänge ja wenigstens was zum festhalten hatte. Die LED's habe ich hier
      in kaltweiß gewählt.

      Dann kamen noch ein paar "Strahler" dazu, ebenfalls in kaltweißer Ausführung.

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      Nun ging es daran, meine Lampen für die Mastbeleuchtung zu bauen. Hier habe ich wieder SMD-LED's verwendet, diese in kleine Stücke von Kugelschreiberminen eingegossen, oben und unten einen kleinen PVC Deckel aufgepappt, und das Ganze dann mit UV Licht ausgehärtet.

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      Danach habe ich meine Masten gebaut, erst den Decksmast (LED's wurden gleich integriert) ...

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      ... und dann den Hauptmast, mann war das ne Friemelei.

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      und damit nachher auch alles ordentlich ein- und ausgeschaltet werden kann, mussten ein paar Schaltbausteine gebaut werden. Hierzu habe ich meine altbewährte Methode angewandt, ich habe mir diese Schaltbausteine aus alten Servoplatinen gebaut. Mit diesen Schaltern kann man so ziemlich alles auf recht einfache und auch kostengünstige Art realisieren. Die Servoplatine bildet die Basis, und je nach dem was man beschalten will, kommen noch ein paar Wiederstände oder Dioden hinzu.

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      Als alle "Schalter" aufgebaut waren, ging es daran, die gesamte nach und nach Elektronik ins Schiff zu bekommen ...


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      die einzelnen Schaltbausteine für Decksbeleuchtung, Querstrahlruder, Radar, Mastbeleuchtung, Positionslichter, Suchscheinwerfer, Brückenlicht (umschaltbar rot/grün) habe ich vorsichtshalber gut beschriftet, um nachher nicht den Überblick zu verlieren. Und dann kam noch der Rest der Elektronik in den Rumpf, viel mehr passt da nicht mehr rein ...



      Fortsetzung folgt ...

      Grüße Dirk
      Der Weg ist das Ziel! Aber man kann sich ja auch mal verlaufen! 8)
    • ... und gleich nochmal ...

      Und nochmal Hallo,

      so solls hier auch gleich weiter gehen. Da steht nun das gute Stück:





















      ... und zum Abschluss hier noch ein Video zum Schiffchen ...

      youtube.com/watch?v=vkfRd0rmCis&feature=youtu.be

      ... und zum Einholen und Aussetzen der Rib-Boote. Hier muss ich aber noch mal ran, das ist mir zu "hektisch"

      youtube.com/watch?v=3V3pZICZVNU&feature=youtu.be


      so, das soll''s erst mal wieder gewesen sein.


      Grüße Dirk
      Der Weg ist das Ziel! Aber man kann sich ja auch mal verlaufen! 8)
    • Hallo miteinander,

      @Rene

      ja, Du hast erst einmal recht, R/W/R steht für manövrierbehindert. Aber hier ist es ein Ausnahmefall, der auch im Original so ist. Da die Ausleger in der Regel NICHT gleichzeitig die Boote zu Wasser lassen, werden die Signallampen je nachdem welche Seite (Backbord/Steuerbord) geschaltet. Heißt im Klartext, wird das RIB-Boot an Backbord zu Wasser gelassen, werden die Signallampen an Backbord geschaltet, das Ganze dito Steuerbord.
      Anders ist es z.B. beim Krabbenkutter, hier steht weiß über grün für normale Fahrt, weiß über rot hingegen bedeutet manövrierbehindert, da die Ausleger (GLEICHZEITIG!) mit den Netzen im Wasser sind.

      Das R/W/R Signal an Backbord und Steuerbord gilt im Übrigen auch auf allen größeren Schiffen der SAR Flotte (Hermann Marwede, Berlin, Arcona etc.), diese führen nebenher aber auch noch Blaulicht am Mast. Je nachdem auf welcher Seite z.B. die Beiboote (Steppke, Verena) "anlanden" wird das R/W/R Signal gesetzt. Beim Einholen der Beiboote am Heck sind alle R/W/R-Signale an.

      Zu meinem Böötchen hatte ich ja schon geschrieben, dass ich an den Auslegern noch arbeiten werde. Zum einen ist mir die direkte Servosteuerung zu ruckelig, hier muss noch eine Untersetzung gebaut werden, und zum anderen werden beide Ausleger getrennt voneinander ansteuerbar gemacht. Mittels Optokoppler werden dann die Signale an Backbord oder Steuerbord direkt vom sich bewegenden Ausleger ein -und ausgeschaltet ... so mein Plan.

      Grüße Dirk
      Der Weg ist das Ziel! Aber man kann sich ja auch mal verlaufen! 8)