3D-Druckportal Build'n'Print - Uni-Projekt

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    • 3D-Druckportal Build'n'Print - Uni-Projekt

      Moin,

      wir sind 5 Studenten des Wirtschaftsingenieurwesens an der Universität Bremen und hatten im Rahmen des Projektes Gründungsmanagement die Idee „Build’n’Print“.

      Bei Build’n’Printhandelt es sich um einen online Marktplatz für 3D-Druck. Personen ohne eigenen 3D-Drucker können auf unserer Website ihre Skizzen oder 3D-Modelle hochladen. Personen die einen Drucker besitzen registrieren sich ganz einfach auf unserer Website und übernehmen dann das drucken für sie und verschicken das Objekt per Post. So können die Besitzer eines 3D-Druckers diesen häufiger nutzen und nebenbei auch noch etwas Geld damit verdienen.
      Nun ist unsere Frage an euch, ob ihr diese Idee gut fändet, bzw. sie kritisieren würdet?! Wir hatten uns überlegt, dass gerade Modellbauer zu unserem Kundenstamm gehören könnten, deswegen würden wir uns sehr über euer Feedback freuen. Da wir bereits dabei sind das Projekt aufzubauen, würden wir uns außerdem sehr über Wünsche und Anregungen von euch freuen, die wir auf unserer Website mit einbinden können.

      Also nehmt euch bitte ein paar Minuten Zeit und macht euch Gedanken zu dem Thema. Ihr würdet uns damit sehr weiterhelfen!

      Euer Team von Build’n‘Print
    • prinzipiell finde ich die Idee super.

      Aber ich hätte jetzt zb. das Problem, das ich nur ein Bild von dem Teil und den benötige Maßstab dazu hätte.

      Ich habe keine Möglichkeit etwas im CAD oder ähnliches zu erstellen und auch die Kenntnisse dafür nicht. Ich baue halt viel nach Fotos bzw. aus dem Bauch raus.
      Sic transit gloria mundi
    • Hey Rene,

      erstmal danke, dass du dir schon ein paar Gedanken dazu gemacht hast.
      Unsere Idee war auch noch eine "3D-Modellerstellung" anzubieten. Heißt: Der Kunde schickt uns (oder Dritten) seine Skizze bzw. Beschreibung des Objekts mit den Maßen und wir bauen dann ein 3D-Modell für den Drucker raus.
      Das ist alles aber noch in einer sehr frühen Phase und wir müssen im Moment noch (potentielle) Kundenmeinungen sammeln, um die Idee bewerten zu können.
      Deswegen existiert auch noch keine richtige HP (lediglich ein ganz einfacher Prototyp für die Präsentation in der Uni).
      Wahrscheinlich basiert dann alles auf einem Provisionsmodell, wie bei Ebay, also würden wir einen bestimmten Prozentsatz pro Kauf erhalten.
    • hmmm, wenn ich ehrlich bin ist das keine so gute Idee. Modellbau ist wahnsinn teuer im Allgemeinen. Jetzt wollt ihr auch noch Gekd für die Nutzung eurer Hp.
      Entweder bekommt ihr keine Leute die drucken, oder keinen der bestellt.
      So oder so ist aber eins fakt, (zumindest bin ich mir da recht sicher) wird sich das nicht rechnen. Die Provisionen können nicht sehr hoch sein weil es sonst keiner nutzen wird.

      Und! die Auftragslage wird auch nicht sehr hoch werden, da es sehr viele Sachen in den gängigen Maßstäben schon im Zubehör gibt. Sei es Beschlagteile oder Ätzsätze.
      Somit müsstet ihr eine Nische finden.

      Ich für meinen Teil, sehe die Herrausforderung beim ModellBAU darin, alles selber zu bauen.

      Eure Idee würde sich für mich nur rechnen, wenn der 3D-druck:

      - schneller
      - günstiger
      - genauer
      - sehr viel Detalierter

      wäre, als ich es jemals bauen könnte.

      Ich für meinen Teil, würde drüber nachdem, diese seite zu mind. 75% über Werbung zu finanzieren. Eventuell sogar über die führenden Modellbaugrößen wie zb. Krick, Graupner, Revell, Shops wie z.b. Hobbylobby
      gleich mit dem Angebot einer Zusammenarbeit und herstellen der Teile die Sie nicht haben.

      Dafür würde ich mich aber von der Idee verabschiedet, nur als "Vermittler" fungieren zu wollen, sondern die Teile selber zu drucken.

      Quasi als Kleinserienhersteller bzw. Auftragsarbeitenservice
      Sic transit gloria mundi
    • Hallo Peter,

      eure Idee ist ja prinzipiell gar nicht soo schlecht, doch da sind noch etliche "Stolpersteine" die es da zu bewältigen gibt. Ich selbst bin im Besitz eines 3D-Druckers, entwerfe meine Zeichnungen mit Auto-CAD selbst, drucke auch selbst, und weiß von daher auch wovon ich rede.

      Lassen wir mal den Kostenfaktor außen vor, nicht jeder ist z.B. im Besitz eines CAD - Programmes, und selbst wenn kann nicht jeder damit umgehen. Da fängt das Problem ja schon an. Ok, es gibt da auf dem Markt so einiges an Freeware welche zum Erstellen von 3D - Objekten geeignet sind (SketchUp, Delftship, FreeCAD etc..), Ein Programm haben und damit umgehen können sind 2 verschiedene Schuhe. Nächstes Problem ein 3D-Objekt sollte ja im günstigsten Fall als *.stl Datei vorliegen, um vom Drucker interpretiert werden zu können. Die im Netz angebotenen "Fertigobjekte" liegen aber meist im *.dae oder *.obj Format vor. Also ist der Laie auch hier schon etwas unbeholfen, da die meisten Programme eben nicht mit Fremdformaten umgehen können. Ganz schlimm bei 3D-Studio Max, die mit diesem Programm erstellten Objekte haben es oft in sich. Ich habe für einen Modellbaufreund auch schon so einiges an Zeichnungen für den 3D-Druck gefertigt, und weiß auch von daher wie Problematisch das werden kann. So z.B. war das Objekt zwar richtig gezeichnet, aber dann kamen so problemchen ...passt hier nicht so korrekt, oder der Winkel ist nicht soo wie er sein sollte, so dass die eigentlche Zeichnung immer wieder korrigiert werden musste, dann kam der Probedruck usw. das zog sich über Monate hin, bis es denn endlich zur allgemeinen Zufriedenheit erledigt war.

      Also kurz und gut, die Idee ist nicht schlecht, aber das Umsetzen dieser wird problematisch werden.

      Grüße Dirk
    • Danke für eure Kommentare, das hilft uns wirklich sehr!
      Für uns ist im Moment jede Art von konstruktiven Feedback wichtig und vieles, was ihr genannt habt, wäre uns gar nicht in den Sinn gekommen. Also wenn noch wer Bedenken oder Anregungen hat, gerne her damit. :D
      Hat eventuell wer Lust in den nächsten Tagen privat ein paar Fragen zu beantworten? Also quasi ein kleines Interview?

      Schönen Restsonntag noch
    • Ich habe mal ein paar Fragen zusammengeschrieben und pack die hier mit rein.
      Ihr könnt natürlich auch nur einzelne Fragen beantworten, wie ihr Lust und Zeit habt.
      Jedes Feedback hilft uns bei dem Projekt, also danke schonmal im Voraus!

      Gab es Momente, in denen ihr gerne einen 3D-Drucker besessen hättet? Wenn ja, welche?

      Wärt ihr bereit euch einen eigenen 3D-Drucker anzuschaffen? Wenn nein, warum nicht?

      Wo seht ihr derzeit noch Probleme beim Thema 3D-Druck? (evtl. gerade für den Modellbau)
      Bzw. was hält euch im Moment noch vom 3D-Drucken ab?

      Habt ihr Bedenken, wenn eine fremde Person euer Modell drucken und verschicken würde?
    • 1. Ja, um Bauteile herzustellen, die händisch oder mit einer Fräse nur schwierig umzusetzen sind, bzw. in der Detaillierung nur schwer machbar sind.

      2. Ja, ich habe mich dann ausgiebig informiert und mir einen 3D-Drucker zugelegt. Mittlerweile gibt es die ja in brauchbaren Qualitäten für recht kleines Geld. Zudem finde ich es Spannend mit den Möglichkeiten und Einstellungen zu experimentieren.

      3. Probleme sehe ich momentan bei Modellen, die mit herkömmlichen 3D-Druckern nur schwierig umsetzbar sind.
      Zudem kann es sehr frustrierend sein, wenn ein Druck über mehrere Stunden / Tag(e) aufgrund technischer Probleme abbricht und somit nur Müll produziert hat.

      4. Kommt auf das Modell an. Ich hätte ein Problem damit, wenn mein Entwurf in evtl. etwas abgewandelter Form in irgendeinem Webshop landet.

      Zum Gesamtthema:
      Da meine Frau fast 20 Jahre Gründungsberatung bei der Wirtschaftsförderung gemacht hat, habe ich zwangsläufig auch einen kleinen Einblick in diese Materie gewinnen können.
      Das Hauptproblem sehe ich eher im Bereich Qualitätsmanagement.
      In diesem Markt tummeln sich schon heute etliche Firmen und Plattformen, die sich gegenseitig im Preis unterbieten.
      Wenn man die Begriffe "3D" und "Lohndruck" eintippt, dann bekommt man einen bunten Strauß an Firmen.
      In dem Fall weiß ich auch, wer mein Ansprechpartner bei schlechtem Druckergebnis ist.
      Wie wollt ihr sicherstellen, dass sich auf eurer Plattform keine schwarzen Schafe tummeln?
      Wie sieht denn das Vertragsverhältnis bei eurer Plattform aus? Wie die Kalkulation?

      Ich würde es mal wie in einer Fernsehsendung aus dem Bereich Gründung ausdrücken:

      "Für mich sind das zu viele offene Fragen und bin deshalb als Investor raus. Ich wünsche Euch aber alles Gute bei der Umsetzung!"

      Gruß
      Frank
      Ich weiss, dass die Stimmen in meinem Kopf nicht real sind...
      Aber manchmal haben sie RICHTIG GEILE IDEEN!!!
    • Hallo Peter,

      zu Deinen Fragen möchte ich mich auch ganz gern mal äußern ...

      1. Ja, es gab schon des Öfteren Momente wo ich mir einen 3D-Drucker gewünscht habe. Das waren eben solche Momente, wo man weder im Scratchbau noch in irgendeiner anderen modellbautechnischen Möglichkeit die Chance hatte seine Vorstellungen umzusetzen. Sei es z.B. ein präzises Mauerwerk im Maßstab 1:24 beim Hausmodellbau oder passende Figuren (welche im Handel schon heftig was kosten können), schwierige Bauteile z.B. dem Fahr-und Flugzeugmodellbau, ganz zu schweigen vom Schiffsmodellbau etc...

      2. Dies alles waren die Gründe für mich, mir später einen 3D-Drucker zuzulegen. Ich habe vor einigen Jahren eine Ausbildung zum CAD-Designer absolviert, habe mir das Programm Auto-CAD zugelegt, und somit war der Grundstein für mich im 3D-Druck schon mal gelegt. Also ging es dann daran einen für mich und meine Zwecke geeigneten 3D-Drucker zu finden ich entschied mich für einen 3D-Dremel. Reicht für meine "Spielerchen" vollkommen aus, und ist relativ erschwinglich von den Kosten her gesehen.

      3. Vom 3D-Drucken hält mich eigentlich gar nichts mehr ab, wenn es nötig wird, dann wird eben gezeichnet und gedruckt... Und jetzt kommt das große AAABER!..
      Auch der 3D-Druck hat so seine Grenzen... sowohl im Detaildruck, als auch in der Gesamtqualität. Die Oberflächen z.B. sind zumindest bei meinen Drucken doch sehr nachbearbeitungsbedürftig. Eine detailgetreue Herstellung in kleinen Maßstäben (z.B 1:72) ist da schon eine gewaltige Herausforderung für jeden 3D-Drucker. Ich arbeite mit meinem Drucker jetzt seit ca. 2 Jahren, habe fast alle Qualitätseinstellungen ausprobiert, aber solch "Glanzmodelle" wie sie in verschieden 3D-Druckforen gezeigt werden hab ich bisher noch nicht hinbekommen. Die "Aufschichtungen" des Filaments beim Drucken bilden Rillen am Modell, egal ob ich in 10tel oder 20tel Schichten drucke, wenn ich die Extruder-Temperaturen erhöhe wird alles zu heiß und verformt sich, und dann zuguter Letzt noch (gerade bei größeren Modellen) die ewig langen Druckzeiten, wenn man mit kleineren Düsen druckt ... aber egal, der Markt entwickelt sich ja noch, mal sehen was die Zeit bringt.

      4. Ja, bei eigenen Entwürfen da sollte man schon gesunde Bedenken anmelden. Zumindest wenn das zu druckende Modell ein Eigenentwurf (Zeichnung) ist. Da tritt das Urheberrecht in Kraft, und wird gern mal umgangen. Aber prinzipiell bei Modellvorlagen die man frei im Netz beziehen kann (davon gibt es ja mittlerweilen auch schon etliche Seiten) hab ich da auch keine Bedenken.

      Abschließend stellen sich mir aber in Bezug auf eure Plattform die gleichen Fragen wie Frank sie schon gestellt hat, irgend wie fehlt mir da ein richtiges geradlinieges Konzept.

      Nun, um die Sache etwas abzurunden mal ein paar kleine Bildchen von meinen bisherigen Druckerfolgen ...



      Diese "Häuserfront" im Maßstab 1:25 ist in vielen gedruckten Einzelteilen entstanden. Die Tür, die Fenster, die Fensterrahmen, die 4-geteilte Hauswand, die Bordsteine, die 2-geteilten Gehwegplatten, die Bordrinne, die Straßenabläufe, sogar die Rahmen für die mit Innenbeleuchtung ausgestatteten Werbeschilder ...alles 3D gezeichnet und gedruckt.

      Mein derzeitiges noch in Arbeit befindliches Projekt, ein Dio mit oben vorgestellten Modellen:



      So viel zum Thema wie man den 3D-Druck für den Modellbau gebrauchen könnte.

      Grüße Dirk
    • Danke für eure Antworten!
      Wir haben unser Konzept u.a. auf der Basis eures Feedbacks etwas geändert und unser Kostenmodell überarbeitet.
      Es gibt nun 2 (bzw. 3) Wege, wie die Bestellung eines 3D-Objektes über uns abläuft. Dabei wollen wir vorallem Anfängern den Einstieg erleichtern.

      Der einfachste Weg ist für erfahrene Anwender.
      Hier läuft die Bestellung in etwa so ab:
      1. Der Käufer hat schon ein vollständiges 3D-Modell
      2. Er gibt die Eigenschaften seines Modells (Material, Größe etc,) ein und erhält eine Auswahl an Anbietern, die durch ein Bewertungssystem geordnet sind.
      3. Nun sucht er sich einen Anbieter an und bespricht den Preis und Versand.
      4. Der Anbieter druckt und verschickt das Modell.
      Für diese Bestellung berechnen wir keine Provision und man bezahlt nur den abgemachten Preis direkt beim Anbieter. Dafür bieten wir allerdings auch keine Garantie für das gedruckte Objekt an.

      Dann gibt es noch einen zweiten Bestellweg, der etwas anders abläuft.
      1. Der Käufer hat eine Skizze seines Objektes ODER ein 3D-Modell, dass er überprüfen lassen will.
      2. Er lädt seine Skizze bzw. sein Modell bei uns hoch.
      3. Wir kümmern uns um die Erstellung oder Berichtigung seines 3D-Modells.
      4. Vor der Erstellung teilen wir dem Kunden den ungefähren Preis mit.
      5. Wenn der Kunde einverstanden ist, erstellen wir das Modell bzw. berichtigen es.
      6. Je nach Aufwand wird eine Rechnung für den Kunden erstellt.
      7. Nun empfehlen wir dem Kunden ausgewählte Anbieter (die durch uns überprüft wurden).
      8. Wenn der Kunde nun über einen empfohlenen Anbieter drucken lässt, erhält er eine kostenfreie Garantieversicherung für das gedruckte Objekt. Wenn er allerdings über einen anderen Anbieter drucken will (Warum auch immer), berechnen wir zusätzlich Geld für die Garantie.

      Die Idee bei der Umstellung des Konzeptes war, dass man auf der einen Seite eine kostenfreie Bestellung für erfahrene Benutzer anbietet und auf der anderen Seite das Thema 3D-Druck vereinfacht.
      Durch das zweite Bestellungskonzept haben wir die Qualität der Objekte besser im Griff und können dem Kunden somit eine Garantie bieten.

      Wir würden uns über weiteres Feedback (egal ob positiv oder negativ) sehr freuen!

      Schönen Abend noch