Umbau der Najade zur Sunseeker Manhattan 48

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    • Umbau der Najade zur Sunseeker Manhattan 48

      Moin zusammen,

      ich hatte es an anderer Stelle bereits angekündigt, parallel zur Florida bin ich dabei meine Najade zu restaurieren.
      Ich habe die die Yacht vor etlichen Jahren gebaut, damals, als Robbe den Bausatz auf den Markt brachte. Während des Baus, habe ich viele Fehler gemacht, angefangen vom Umbau auf 2 getunnelte Wellen, bei dem ich eine völlig falsche Tunnelform gewählt habe bis hin zur Lackierung mit Acrylklack aus dem Baumarkt, der mittlerweile von weiß nach gelb verfärbt ist.

      Nachdem das Modell etliche Jahre im Keller verbracht hat, mehrmals umziehen musste und nie soweit fertiggestellt wurde, dass es mal fahren konnte, habe ich mich zu einer Komplettrestauration entschlossen.
      Die Najade soll deutlich näher an das Vorbild – die Manhattan 48 von Sunseeker kommen! Ein verlängertes Heck bekommt die Najade in diesem Zuge ebenfalls.

      Nach Begutachtung des aktuellen Zustands war klar, der Rumpf ist soweit OK. Die Tunnel müssen neu gemacht werden, die Farbe muss ab und eine komplett neue Antriebsanlage wird verbaut. Die alten 700er (für die ich keine Regler mehr habe) werden durch 500er Heli Outrunner ersetzt.



      Der Aufbau sieht schlimmer aus – hier mussten neue Scheiben her und der Rest braucht deutlich mehr Zuwendung.



      Zunächst werde das Modell vollständig entkernt und alle Anbauteile entfernt. Dann habe mit dem Umbau vom Rumpf begonnen. Hier wurde aus der Plicht alles entfernt, was weder dem Original entspricht bzw. den Zugang zum Heckbereich erschwert.



      Gruß Niels
      In Bau: Scarab 38 KV • Sunseeker Manhattan 48 • Schubboot Huckingen
      In Planung: Princess 56 Fly • Sunseeker Hawk 31 • Van Dutch 30 • Sunseeker Camargue 55 • Azimut 52
      Fertig: Hansajolle • bretonischer Fischkutter
    • Inzwischen habe ich mir neue Tunnel laminiert, die Basis bildeten Acrylkartuschen.



      Die alten Tunnel wurden ebenfalls gewaltsam entfernt und die neuen sind mittlerweile Eingebaut und grob verspachtelt und verschliffen.



      Das erste der neuen Ruder ist nun auch an seinem Platz und die Position für die Stütze der freilaufenden Welle ist bereits angezeichnet. Wo ich schon dabei war, wurden die alten Raboesch Props durch 2 neue vom Prop Shop getauscht.




      Gruß Niels
      In Bau: Scarab 38 KV • Sunseeker Manhattan 48 • Schubboot Huckingen
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    • Hallo Carsten,

      ich bin nicht sicher, ob der Aufwand geringer wäre. Auch mit einem neuen Baukasten hätte ich auf 2 Mototren umgerüstet, den Plichtbereich und die Flybridge näher ans Original gebracht und die Badeplattform verlängert.

      Alle Anbauteile wie Reling, Handläufe usw. gingen sehr gut ab, lediglich die Schleiferei mit dem Lack wäre weniger gewesen. Die Basis ist gut, neue Scheiben habe ich bereits und auch der Rest ist wiederverwendbar. Ausserdem: Neukaufen kann jeder...

      Gruß Niels
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    • Es ist ein klein wenig weiter gegangen.
      Die Ruder sind eingebaut, die Antriebsanlage grob fixiert. Die Tunnel wurden auf die endgültige Länge gekürzt und grob verschliffen.
      Wenn alles fest verklebt ist, kommt der Rumpf mal zum Testen in die Wanne.



      Gruß Niels
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    • Hallo zusammen,

      es ist ein klein wenig weitergegangen, nur Kleinigkeiten um das Heck zu komplettieren. Noch ein bisschen spachteln und in Form schleifen, dann können die Teile angebaut werden.
      Als Nächstes kommt dann die Verlängerung der Badeplattform.



      Gruß Niels
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    • Hallo zusammen,


      ich musste gestern eine unangenehme Entdeckung machen, als ich den ersten Probelauf des Antriebs gemacht habe.

      Im unteren Drehzahlbereich war alles bestens aber bei mittlerer Drehzahl, hatte ich eine Gewaltige Unwucht auf beiden Seiten. Die Wellenstützen im Tunnel schwangen extrem stark nach links und rechts. Bei Vollgas lief wieder alles rund. Dieses Problem trat auf beiden Seiten auf.

      Woran kann das liegen und wie gehe ich bei der Fehlersuche am besten vor?


      Momentan sieht der Antrieb folgendermaßen aus:


      Der Motorhalter ist am Rumpf verklebt, das Stevenrohr und die Wellenstütze, insg. Ist der Antrieb an 3 Punkten Fixiert. Komplettlänge ab Motor sind ca. 20cm. Der Antrieb ist komplett fluchtend verbaut.


      Motor ist ein Outrunner mit 1300kV, der Test wurde mit halbvollem 3s Lipo gemacht, also lag die Leerlaufdrehzahl bei rund 15000 U/min.

      Props sind vom PropShop, Bohrung 3/16“ mit passender Distanzhülse für die 4mm Welle (Welle von Graupner). Meines Wissens sind die PropShop Propeller fertig bearbeitet und gewuchtet, weiß da jemand was genaueres?


      Mein Plan um die Ursache zu finden wäre folgendes:

      • Test nur mit Welle und Motor, ohne Muttern, Adapter oder sonstiges
      • Austausch des DD Mitnehmers.
      • Test mit anderem Prop (Graupner K mit M4 bzw. DD).
      • Anfeilen der Welle für die Madenschraube des DD Mitnehmers um diese zu versenken (hier ist nur eine und die steht etwa 1-2mm raus).
      Hat jemand sonstige Ideen? Ist möglicherweise eine 4mm Welle zu dünn?

      Gruß Niels
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    • Ursache sind die Messingprops, diese sind für derartige Drehzahlen ohne ein zusätzliches Auswuchten nur bedingt tauglich. Und vergiss die vom Hersteller angegebene Höchstdrehzahl, diese ist schöngeredet und bezieht sich nur auf die Haltbarkeit. Abhilfe bringt hier nur aufwendiges Auswuchten (manchmal mehrmals im Jahr) sowie ein verstärken der Wellenböcke.
      Gruß Christoph

      Und die See wird allen neue Hoffnung bringen, so wie der Schlaf die Träume bringt daheim.
      -Christoph Columbus-



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    • Hallo Christoph,

      es sind keine Messing Props, sondern Bronze Props vom Prop Shop, die sind definitiv für solche Drehzahlen. Die kannst du nicht vergleichen mit den Raboesch Propellern wo die Blätter nur gelötet sind, die gegossenen Bronzepropeller haben deutlch mehr Material an den Flügeln, sind absolut hart und verwindungssteif. Die musst du schon mit den Hammer bearbeiten, damit sich da was verzeiht.
      Die Frage ist eher, sind die (wie ich mal gelesen habe) bereits bearbeitet und gewuchtet oder nicht.

      Gruß Niels
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    • Ah die sind es ... die mußt du erst recht wuchten. Fertig gewuchtet sind eigentlich meines Wissens nach nur die polierten Edelstahlprops.
      Vieleicht reden wir auch aneinander vorbei, aber wenn du weiche Graupner Wellenböcke benutzt ohne diese zu versteifen, dann schaffen die nicht die Masse der metalischen Props. Hier hilft nur ein 100% nachwuchten, was manuell sehr sehr schwer ist.

      Ich gehe mal davon aus das du die Welle mal über eine ebene Fläche gerollt hast, um eine Unwucht an dieser auszuschliessen. Ebenso das die Wellenkupplungen saugend sitzen und die Welle nicht einfach nur zwischen den Madenschrauben klemmt ... sieht man leider sehr oft.
      Gruß Christoph

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    • GuidoB schrieb:

      Ah! Was heißt “Wellenkupplungen saugend sitzen“? Was mussich mir darunter vorstellen?
      Ohne Radialspiel und genau mittigs ;) Was nicht gegeben wäre wenn die Wellen nicht saugend sitzen. Also ohne die Madenschrauben eine stramme Verbindung.
      Gruß Christoph

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    • Moin zusammen,


      schon mal vielen Dank für die Antworten. Als ich die Wellen eingebaut habe, habe ich sie auf einer Glasplatte überprüft, da waren sie grade - das heißt natürlich nicht, dass sie nicht durch den Testlauf einen Schlag bekommen haben.

      Die Kupplungen sitzen saugend, da ist kein Spiel und versteift sind die Wellenböcke natürlich nicht.


      Christoph, ob wir aneinander vorbeireden, weiß ich nicht genau aber der PropShop hat 3 Materialien für die Propeller: Edelstahl, Alu und Bronze (scheint keineBeryllium Bronze zu sein, die schimmert eher rötlich, die vom PropShop sind Messingfarben). Ich habe grade noch mal deren Homepage gesichtet, so wie es scheint sind alle Props dort bearbeitet und keine Rohlinge. Genaues findet man leider nicht. Yachty Bert hatte auf seiner HP mal detailliertere Infos, aber die HP funktioniert leider nicht (mehr).


      Ich werde den Antrieb bei nächster Gelegenheit mal komplett zerlegen und Stück für Stück wieder zusammensetzten. Die Wellen nochmal prüfen und die Kupplungen tauschen. Auch die Metallprops gegen Kunststoff. Irgendwie werde ich den Fehler hoffentlich eingrenzen können.


      Macht es Sinn die Wellenböcke gegen MS Eigenbau zu tauschen? Die Schwachstelle scheint mir eher an der Klebenaht zu sein, dort ist die „Achse“ wo es wackelt. Könnte eine waagerechte Stütze zwischen den Wellenböcken (innen) was bringen und die Dinger zu stabilisieren?




      Gruß Niels
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    • Hi Niels,

      was passiert denn wenn du die Kiste mal ohne Propeller laufen lässt?

      Ich vermute die Schwachstelle auch auf jeden Fall bei deinem Wellenbock. Ich würde den "I"-Bock durch einen massiven "V"-Bock aus Messing oder VA ersetzen.
      Danke und Gruß! :wink:

      Dennis

      "Eigentlich wollte ich ja immer Uhrmacher werden. Ich weiß nur nicht wie ich BigBen in die Garage kriegen soll..." :grueb:
    • Sitzt, passt, wackelt und hat Luft.
      Manchmal steht man schon auf der Leitung. Ich hab gedacht,was soll denn da saugen…… :D
      Gruß
      Guido

      „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
      Albert Einstein
    • Eigentlich brauchst du dir nur eine dünne U-Hülse auf den schaft vom Wellenbock schieben, funktioniert und ist optisch die beste Lösung. Oder beidseitig laminieren mit Matte, kommt auf das selbe hinaus.

      Eine Querverbindung wäre nur im Unterwasserbereich ausschlaggebend, sieht aber Kacke aus und es wird zum Tragflächenboot :fg:

      Natürlich sind das keine Rohlinge ... aber dennoch nicht zu 100% gewuchtet. Deswegen wird im Rennsport immer nachgewuchtet. Da du einen wabbeligen Antriebstrang hast, durch die Wellenböcke, wäre ebenfalls ein nachwuchten nötig oder halt obige Lösungen. Ich würde auch den Weg der Versteifungen gehen. Selbst ein 100% gewuchteter Prop wird durch Verwirbelungen im Wasser nicht von diesen Wellenböcken gehalten und es kommt zum oszilieren.

      Bevor du alles rausreißt, probiere mal die Wellenböcke auf der innen und außenseite mit groben Mattenstreifen zu belegen, du wirst überrascht sein wieviel das bringt. Umbauen kannst du dann ja noch immer wenn es dich nicht zufriedenstellt.

      Einen V-Block hat das Vorbild nicht, wäre aber statisch die beste Lösung.
      Gruß Christoph

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    • Tach zusammen,

      ich habe gestern mal ein wenig (de)montiert und getestet.
      Erstes Fazit: Ich brauche neue Wellenböcke, der auf der Backbordseite ist an der Klebenaht gebrochen :motz: .
      Dann habe ich festgestellt, dass die Adapterhülsen für den Prop (4mm auf 3/16“) nicht 100%ig passen, der Prop wackelt auf der Welle bzw. dem Gewinde etwas. Auch die rausstehende Madenschraube des DD Mitnehmers ist kontraproduktiv. Ohne DD Mitnehmer und Prop. (also nur welle und Stellring am Ende des Stevenrohrs verursacht – ebenfalls im mittleren Drehzahlenbereich – minimale Vibration. Die Wellen habe ich noch nicht geprüft.

      Momentan denke ich über folgende Lösungen nach:

      - Neue 5mm Welle von Gundert mit abgedrehtem Ende auf 3/16“ um von der Distanzhülsenlösung wegzukommen.
      Alternative zur 5mm Welle: DD Mitnehmer für M4 zum Aufschrauben. Davon habe ich noch 2 Stk. die ich mal testen will. Vorteil, sitzen deutlich strammer im Prop und haben keine Madenschraube, sind allerdinge etwas klobig…
      - Direkt-Kupplungs-Flansch von Gundert um das Stevenrohr oben zu Stützen.
      - Neuer Messing Wellenbock (V form wäre natürlich sinnvoll, aber passt nicht zum Vorbild)

      Frage: Reicht das, wenn ich den Wellenbock weich löte oder muss der Hartverlötet sein (habe ich noch nie gemacht, könnte aber klappen, ich weiß zumindest wo’s erklärt wird… :D )?

      Gruß Niels
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    • Mensch da hast du dir ja ein ganzes Sammelsurium an Fehlerquellen eingebaut ... getreu dem Motto, wenn es kacke läuft dann richtig :fg:

      Mit Weichlot wirst du da nicht lange freude drann haben.
      Gruß Christoph

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