Feuerlöschboot 23m-Klasse (ehemalige DDR)

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    • Feuerlöschboot 23m-Klasse (ehemalige DDR)

      :wink: zusammen,
      nach langem Überlegen, habe ich mich nun doch entschlossen, mit dem Baubericht zu meinem derzeitigen Projekt zu beginnen. Hierzu würde ich von mehreren Foranern überredet, denn eigentlich wollte ich dieses Modell erst vorstellen, wenn es fertig gebaut ist.
      Zur Zeit kann ich leider aus gesundheitlichen Gründen nicht daran weiter bauen. Da ich aber mit den Gedanken sehr häufig bei dem Modell bin, z.B. um Problemlösungen zu finden, habe ich mir überlegt, vielleicht hier ggf. ein paar Tipps zu erhalten oder einfach bereits gemachte Erfahrungen weiter zu geben.
      Zum Original:
      Das Löschboot gehörte ursprünglich zur Feuerwehr Rostock (MV) und ist vor einigen Jahren (laut Feuerwehrleiter Stralsund nicht genau dokumentiert) nach Stralsund überstellt worden. Dort ist es seit dem im Einsatz, soll aber innerhalb der kommenden 10 Jahre ausgemustert werden. Das inzwischen sehr betagte Schiff wurde mit nahezu baugleichen Rümpfen in verschiedenen Versionen gebaut:
      1. als Feuerlöschboot - davon soll es ca 20 Stk. geben
      2. als Zoll-Grenzpatroulienboot - keine Anzahl bekannt
      3. Polizeiboot - ca 8 Stk
      4. Motoryacht - einige der Boote wurden nach Ausmusterung veräußert und umgebaut
      Im Großen und Ganzen wurde an der Rumpfform nichts verändert.
      Das Schiff ist als Binnenschiff konzipiert und hat als Antrieb 2 Stk 6Zyl.-Dieselmotoren mit je 508 PS und zusätzlich einen Generator für 380V-Drehstrom für die Bordversorgung und feuerwehrtechnische Geräte. Die beiden ursprünglich verbauten Kombilöschmonitore wurden gegen reine Wasserlöschmonitore getauscht, da die Schaummittelzumischanlage des Schiffs defekt war und auf Grund von Ersatzteilebeschaffungsproblemen nicht mehr repariert werden konnte. Außerdem steht derzeit das Ausmusterungsdatum noch nicht genau fest. Ein Neubau eines Feuerlöschbootes für Stralsund ist bereits in Planung. Daher werden nur noch die allernötigsten Reparaturen durchgeführt.



      :grueb: So in ungefähr soll später dann mal aussehen :whistling:

      Auf der Intermodellbau hatte ich das Glück, dass ich von einem befreundeten Modellbaukollegen die bereits fertige Form nutzen durfte. Davon habe ich dann zwei Rümpfe abgezogen. (Gfk-Rümpfe laminiert) Hierzu nochmals ganz herzlichen Dank an den Modellbaukollegen und an die beiden Leute, die mir auf Wunsch sehr genau auf die Finger geschaut haben, als ich laminiert habe. Darin bin ich nun mal unerfahren und die beiden "Kontrolleure" sind was Rümpfe-laminieren betrifft, absolute Fachleute. Zwei Rümpfe aus zwei Gründen:
      1. hatte ich angedacht ein reines Standmodell und ein Fahrmodell zu bauen (Plan inzwischen verworfen)
      2. Laminierübung um Erfahrungen zu sammeln
      3. Falls mit einem Rumpf etwas schief gehen sollte, beim Bau des Modells

      Auf Grund der fertigen Form bin ich dann zu einem ungewöhnlichen Maßstab gekommen; 1:31,5. Dieser Maßstab ist anhand des Rumpfes und der Werft-Pläne errechnet worden. darauf hin habe ich mir einen Plan auf Maßstab ausdrucken lassen. Das ersetzt das ständige Umrechnen des Plans von 1:20 nach 1: 31,5.

      Mitte Juni waren dann die Wellen, der Motorträger und die Ruderkoker montiert. Die Ruder habe ich aus 3mm Messing- Vollmaterial gefeilt/geschliffen. Außerdem ist der Schraubenschutz am Heckspiegel gelötet und verbaut.


      Hier sind die Ruderblätter mittels Klebeband gegen Herausfallen gesichert





      Das Gestell mit dem Motorträger dient gleichzeitig auch für die Aufnahme des Ruderservos und des Empfängers. Außederm liegt später das Deck darauf auf.

      Fortsetzung folgt.... :nick:
      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau
    • :wink: zusammen,

      der Rohbau ist fertig; Steuerhaus im Rohbau erstellt, Geräteaufbau im Rohbau gebaut, das Deck ist montiert und die ersten Details sind gebaut (Türen zum Steuerhaus)
      Das Steuerhaus ist aus 0,45mm Platinenmaterial gelötet und mit Halbrundprofilen versehen, die Wartungsöffnungen sind mit Kunststoffplatten hinterklebt. Handläufe am Steuerhaus, Scharnierteile und ein paar weitere Details sind am Steuerhaus angebracht. Die 4 Regenwasserablaufkästen sind eingelötet.




      Der Rohbau des Geräteaufbaus ist fertig

      und nachfolgend noch die beiden Türen des Steuerhauses (1 X mit Türklinken und Schließblech und 1 X ohne)


      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau
    • :wink: zusammen,
      inzwischen sind einige Details entstanden:
      Das Beiboot:
      Der Rumpf ist aus Platinenmaterial (0,45 mm) gelötet. Die Stabilisierkiele habe ich angebracht. Sie sind aus Messingwinkelprofil 1 mm X 0,5 mm aufgelötet und dann mit 2K-Spachtel bei gezogen worden, für den vorderen Kiel habe ich das Mittelblech verlötet und die beiden Wölbungen angespachtelt und verschliffen. Die Griffleiste mit integriertem Motorschutz ist aufgelötet (1,2 mm Messingrundprofil) und die Seilhalter sind aus 0,8 mm Messingdraht gelötet und angelötet worden. Das weiße Kunststoffmaterial hat eine Riffelblechstruktur (leider auf den Bildern kaum zu erkennen). Die Holplatte ur Motoraufnahme besteht aus einem 1 mm Holzplättchen, welches an 3 Seiten eingefräst ist, damit ich es nach dem Lackieren des Rumpfes später an die dafür vorgesehene Stelle einschieben kann.

      hierbei ist die Motoraufnahme eingeschoben




      auch die Holzständer sind bereits gebaut

      der "nackte" Rumpf


      Nächstes Detail:
      Der David - die beiden Rollen haben jeweils 2,5 mm Durchmesser





      Die Aufnahme für die Winde besteht aus 0,1 mm Messingblech


      das ist der Aufnahmeflasch für den David

      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau
    • :wink: Gunnar,
      Danke für die guten Wünsche.

      Das rote Material ist eingefärbtes Macrolon. Davon habe ich mal gut 5 m² geschenkt bekommen. Immer ca DIN A4 groß, in unterschiedlichen Materialstärken (von 2 mm - 4 mm). Die Technikhalter bzw. Decksauflagen sind hier aus 3 mm Macrolon gefertigt.
      Der Signalmast liegt in einer roten Kleinteilesortimentbox, die ich etwas angepasst habe.

      Schöne und besinnliche Feiertage
      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau
    • :wink: zusammen
      ich hab da noch ein paar weitere Details fertig.
      An diversen Positionen befinden sich Klappen, Luken und ähnliches.
      Diese sind logischerweise auch mit Griffen versehen. An Bord des FLB23 gibt es prinzipiell zwei unterschiedliche Versionen.
      1. Version:
      Eine runde Griffschale mit einem außen bündig abschließendem Griff. Diese sind z.B. an den Wartungsluken in der Front des Steuerhauses zu finden.
      Hergestellt habe ich diese auf folgende Weise:
      Zunächst habe ich in ein 3 mm Messing-Rohr zwei gegenüberliegende Schlitze eingefräst. Diese Schlitze haben eine Tiefe von 0,5 mm. In diese Schlitze wurde dann ein 0,4 mm Messingdraht eingelötet. Beide Überstände wurde sorgfältig abgetrennt und beigeschliffen. Als nächstes habe ich dann an die entsprechenden Positionen in den bereits vorbereiteten Abdeckungen 3 mm Löcher gebohrt. Danach wurden von der Rückseite die Griffschalen außen bündig eingesetzt und von der Rückseite aus verlötet. Erst danach habe ich die Griffschalen an der Rückseite auf Maß (in dem Fall Gesamttiefe 0,6 mm) abgetrennt. In die Macrolonplatten, die bereits von Innen in die Front des Steuerhauses eingeklebt waren, habe ich an die entsprechenden Positionen eine Vertiefung gefräst. so passen die Griffschalen genau dort hin, wo sie hingehören.



      2. Version:
      Diese Version ist etwas aufwendiger, denn erstens sind hier die Griffe ebenfalls bündig mit der Außenseite der Luken abschließend und zweitens sind diese eckig.
      Zum Bau dieser Luken mit eckigen Griffschalen musste ich daher etwas anders vorgehen.
      Zunächst habe ich in ein Messing-U-Profil (3 X 2 mm) in die äußeren Wangen zwei gegenüberliegende Schlitze gefräst (auch wieder 0,5 mm). In diese Schlitze wurde dann auch wieder 0,4 mm Messingdrähte eingelötet. Beide Überstände wurde sorgfältig abgetrennt und beigeschliffen. Als nächstes habe ich dann das Messing-U-Profil so abgelängt, dass es an allen Außenseiten 3 mm hatte. Danach habe ich in die Luken an die entsprechenden Positionen 3 mm öcher gebohrt und diese mittels Vierkant-Schlüsselfeile eckig gefeilt. Die Griffteile wurden dann wieder von hinten/innen außen bündig eingelötet. Die noch offenen Seiten habe ich dann noch mit einem Draht zugelötet und geschliffen.


      so sieht das dann von innen aus


      An den Abgasrohren sind Klappen angebracht:
      An die runden Klappen aus 0,1 mm Messingblech sind Scharnierbleche angelötet und diese sind dann an den Rohrenden angelötet. Die runden Bleche habe ich mittels Locheisen vorgestanzt und dann von Hand ausgefräst. Durch das Vorstanzen haben die Bleche gleichzeitig auch noch eine in sich gebogene Form erhalten.

      Die beiden großen Abdeckungen haben einen Durchmesser von 7 mm, die kleine Klappe hat 4 mm Durchmesser

      Ich hoffe, ich kann Euch bald weitere Fortschritte zeigen, falls es Euch interessiert :whistling: :whistling: :whistling:
      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau
    • :wink:

      hi Peter,

      mal wieder klasse Arbeit von dir. Die Bauweise mit den Leiterplatten finde ich sehr interessant. Und auch die ganzen Details, die Deneb hab ich ja auf der IMO immer wieder gern angesehen im Rohbau. Hier holst du bestimmt auch wieder alles raus :ok:
      Wenn ich es zur Zamma schaffe schau ich mir das ganze auch wieder LIve an ;)
      Gruß aus Ost-Westfalen

      Carsten