Großprojekt "HERMINE"

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    • Großprojekt "HERMINE"

      Hallo,

      nach einer längeren Zeit der Abstinenz aus verschiedensten Gründen melde ich mich auch nochmal zu Wort.
      Ich möchte euch mein neuestes Projekt vorstellen, einen Segler in kompletter Holzbauweise.
      Warum "Großprojekt"? - Ganz einfach, der Dampfer wird genau 200 cm lang sein und das ist für mich sehr groß :D

      Entstanden ist das Ganze mehr oder weniger aus einer fixen Idee infolge zweier Flaschen Wein. Da habe ich nämlich mit meinem Freund
      AxelF zusammen gesessen und so beiläufig fallen lassen, dass so ein zwei Meter Segler doch mal eine interessante Sache wäre.
      Soweit so gut, hätte nicht Axel bis zum nächsten Morgen den Klopper gezeichnet und mir gezeigt.
      Wie auch immer, zwei Tage später waren die CAD-Dateien fertig und jetzt bin ich daran alles ins CAM zu bringen und meiner Schnitzmaschine
      die entsprechenden Arbeitsaufträge zu geben.

      Auf dem elektronischen Papier sieht das schon mal so aus:
      (wirkt verzerrt, ist es auch aber nur auf dem Bild)




      Im Moment entsteht jetzt gerade der Prototyp anhand dessen überprüft werden soll, ob in der Zeichnung alles so ist wie es sein sollte.
      Ach ja, das Original hört auf den Namen "GERMANIA III", da ich mir bei meinen Schiffen aber immer etwas gestalterische Freiheit
      lasse, wird das auch mit Sicherheit kein Scalenachbau (dann gibts hinterher auch kein Gemecker, dass irgendwas nicht stimmt :whistling: )






      Hier mal noch ein bild von einem Testspant, links in der ersten Version, rechts das aufgehübschte Modell, wie es letztendlich eingebaut wird.

      Bilder
      • CAD Hermine.JPG

        87,67 kB, 807×503, 292 mal angesehen
    • Moin Ralf,

      sag nicht Brocken, zu der zarten zierlichen Dame :D :D

      Also rein rechnerisch wird sie auf etwa 22 Kilo kommen.
      Detaillierte Überlegungen zum Rigg gibt es noch nicht, aber es wird ein Bermudarigg mit Groß und Fock
      werden, also in dem Fall ganz eng am Original.

      Ach ja, mit der ersten Reihe wird das nicht so schlimm, bei der Länge passen ein paar Stühle nebeneinander :rock:
    • :wink: Lothar,
      sieht schon mal klasse aus eine Helling. Ich habe größten Respekt vor so einer Arbeit, insbesondere deswegen, weil ich mich in rund 35 Modellbau noch immer nicht an einen Holz-Rumpf in Spantenbauweise herangetraut habe. Der einzige Holzrumpf in meinem Besitz ist ein "Knickspantenrumpf" ... und den habe ich noch nicht einmal selbst gebaut :no: .

      Ich werde diesen Bericht definitiv gern weiter verfolgen.
      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau
    • Hehe, bis vor einem Jahr war ich bekennender Fertigrumpffan weil ich vor
      dem selbst beplanken tierisch Manschetten hatte.
      Man muss sich aber nur mal drangeben.
      Angefangen hat das bei uns mit einem etwas aufwändigeren Knickspanter,
      und dann musst du nur noch an die falschen Leute geraten :D
      Es gibt ja so traumhaft schöne Seglerrümpfe, die du aber nie irgendwo als
      Fertigrumpf finden würdest.
      Geh einfach mal dran, das macht tierisch Laune und ist einfacher als man meint.
      Mein Übungsmodell für Hermine ist etwas kleiner. Das hat so angefangen:



      Und jetzt sieht er schon so aus:

    • Das ist ja richtig klasse...

      Wäre es aber evtl. nicht jetzt schon angebracht, Platz für Bleiballkast ganz unten im Kiel zu schaffen? Wie hast du dir die "Ballstierung" vorgestellt bzw. eingeplant?
      Schiff-, Flug-, Auto-, Motorrad- und LKW-Modellbau
      ...Alles ausser Verbrenner und U-Booten...
      Homepage: rc-scalers.de
      Mitglied im VzBbA = Verein zur Bekämpfung blödsinniger Abkürzungen
      -Px
    • Moin Peter und Christian,

      danke. Und auch wenn ich in den Geruch komme zu strunzen, der Rumpf ist einfach ein Traum.
      Ich könnte stundenlang davor sitzen und einfach jedes Detail hundert mal anschauen.

      Zum Ballast.
      Christian du hast natürlich Recht, in den Dimensionen muss man sich vorher um den Ballast Gedanken machen.

      Im Prinzip steckt da eine dreistufige Entwicklung dahinter.

      Angefangen hat das mit dem Seestern, einem Knickspanter der in den dreißiger Jahren von Arthur Tiller als
      Freifahrer entwickelt wurde.
      Weil ich da das erste Mal einen Rumpf, also auch einen Kiel beplankt habe, bin ich den einfachsten Weg gegangen
      und habe vor dem Beplanken Walzbleiplatten in den Kiel geklebt.
      Zuerst die Kielplatte noch etwas ausgedünnt



      und dann mit Blei verplattet




      Die Überlegung war dann, dass überall wo Holz ist Auftrieb entsteht und umgekehrt Platz für tief angeordnetes Blei verloren geht.
      Also kam dann im Seeadler (auch ein Entwurf von Artur Tiller als Freifahrer) den ich oben schon gezeigt hatte die Idee,
      den Kiel zu beplanken, dann den Ballastteil abzusägen und ein entsprechendes Gewicht zu gießen, dass dann anlaminiert wird.
      Auf dem nächsten Bild ist grob zu erkennen, wie das aussehen wird.




      Bei Hermine (also eigentlich heißt sie ja Germania, aber Hermine hört sich so schön germanisch an :D ) haben wir das Konzept weiter verfolgt
      und die Trennlinie für den Ballast in Form von Durchfräsungen schon in den Kiel eingebracht.
      Um die nach dem Laminieren noch zu finden werde ich genau über der Trennlinie eine besondere Planke anordnen, so dass ich später nur noch entlang dieser
      Planke absägen muss:




      Alle drei Schiffe entstammen übrigen der Feder von AxelF (classic-modellyacht-design)
    • Jaaa, habbich extra vorher ausprobiert, passt unter den Arm
      und die Auskenner sagen doch immer LÄNGE LÄUFT :plol:

      Da ich unbedingt wissen wollte, wie der fertige Rumpf mal aussehen wird, habe ich eine Schnellbeplankungsmethode erfunden,
      also vielleicht nicht erfunden, aber für mich entdeckt.



      Und die drei oben Angesprochenen mal im direkten Vergleich

    • Coldi schrieb:

      Oooops - eigene Erfahrung hört sich nach verlorenem Ballast an?
      Nicht verloren ... aber wackelnd ...

      Und "Länge läuft" entspricht den Tatsachen und ist berechenbar: de.wikipedia.org/wiki/Rumpfgeschwindigkeit,
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