FLB 23 (Feuerlöschboot 23m-KLasse)

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    • FLB 23 (Feuerlöschboot 23m-KLasse)

      :wink: zusammen,

      wie bereits im Dashboard angekündigt / besprochen, fange ich wieder einen Baubericht an. Auch dieses Modell wird sicherlich wieder einiges an Zeit in Anspruch nehmen (hoffentlich nicht soooooo lange, wie meine DENEB).
      Dieses Mal habe ich mich für einen für mich untypischen Maßstab entschieden. Das hat ganz einfach den Grund, dass ich bei einem Schiff, das im Original gerade einmal 23,44m lang ist, wahrscheinlich gewaltige Probleme bekommen hätte, wenn ich das Modell in meinem üblichen Maßstab 1:75 bauen würde, da ja alle meine Modell immer alle Fahrfunktionen haben.
      Das Modell des Feuerlöschbootes erstelle ich im Maßstab 1:35. Leider muss ich z.Zt. noch alle Maße immer umrechnen :S . Der Plan ist in 1:20 gefertigt.
      Ein Bekannter wird mir hoffentlich bald den Plan im Modellmaßstab ausdrucken.... :wait-: :wait-: :wait-:
      Auf der Intermodellbau durfte ich die Form eines guten Bekannten für den Rumpf nutzen, der diese bereits fertig hatte. Auch das war ein weiterer Grund, weshalb ich mich für diesen Maßstab entschieden habe :whistling: . Ich habe sogar zwei Rümpfe in Dortmund laminiert :whistling: :whistling: :whistling: .
      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau
    • :wink: zusammen,
      zunächst einmal ein paar Infos zum Original, damit Ihr wisst, worum es überhaupt geht.

      Die Feuerlöschboote der 23 m -Klasse aus der ehemaligen DDR sind alle nahezu baugleich in den 60er Jahren in Berlin auf der VEB-Yachtwerft gebaut worden.

      Bei dem von mir im Bau befindlichen Modell handelt es sich um die Baunummer: 1320-02
      technische Daten zum Schiff:
      Länge über alles: 23.22 m
      Länge in Höhe Kielwasserlinie: 21.08 m
      Breite über alles: 4,98 m
      Breite über Spant: 4,71 m
      Antrieb: 2 Dreiblatt Schiffspropeller
      2 X 374 kW, 508 PS, bei 1500 U/min, 6 Zylinder-Dieselmotoren, Hubraum 31800 cm³
      Höchstgeschwindigkeit: 28 km/h = 15 kn
      Ruder: 2 Schwebebalanceruder
      Die Schiffsrümpfe sind in durch 3 Wasserdichte Schotte unterteilt. Dadurch ist das Schiff auch bei völliger Überflutung eines Bootsabschnittes noch völlig manövrierfähig. Das Steuerhaus ist schwing-elastisch gelagert und vom Geräteaufbau getrennt.

      Die, mit einem eigenen Motor angetriebene Feuerlöschpumpe leistet 5600 l/min. Angesaugt wird das Löschwasser über Seekästen. Mitschiffs befindet sich ein Schaummitteltank mit 2175 l Inhalt. Beide Schaum- / Wassermonitore haben eine maximale Abgabemenge von je 3000 l/min und eine Wurfweite von ca.: 50 m. Zusätzlich zu den Löschmonitoren sind noch vieles an weiterer feuerwehrtechnischer Beladung verlastet und/oder fest montiert. bis zu 60 Havaristen können an Bord genommen werden.
      Ursprünglich wurde meine Vorlage für die Hansestadt Rostock gebaut, später aber nach Stralsund überführt. Der genau Zeitpunkt für die Überstellung ist allerdings nur schwer nachvollziehbar.
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      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von plbullifan ()

    • :wink: zusammen,
      doch nun zu dem Modell:

      wie bereits geschrieben, habe ich die Form für den Rumpf nicht selbst erstellt. Ich durfte die Form eines guten Bekannten uneingeschränkt nutzen. Daher möchte ich diesem Bekannten auch hier noch einmal ganz herzlich danken. Dies hat mir sehr sehr viel Arbeit erspart.
      Auf der Intermodellbau habe ich also zwei Rümpfe laminiert.
      Zunächst angedacht hatte ich; 1 Fahrmodell und 1 Standmodell - dieses Vorhaben habe ich aber vorerst wieder verworfen.
      Der nächste Schritt:
      Kontaktaufnahme zur Feuerwehr Stralsund, denn ich hoffte, dass ich in meinem Urlaub im Mai einen Besichtigungs- und Fototermin bekommen würde. Nach einem Telefonat mit dem Leiter der Feuerwehr stand dieser Termin. Ich besichtigte also das Original und machte fast 200 Fotos (für ein 23 m - Schiff sicherlich nicht zu wenig ;) ). Der Termin verlief super genial. Ich fuhr zur Hauptwache in Stralsund, ging zum Büro des Wehrleiters, dieser fuhr dann mit mir zum Schiff, da er an diesem Tag im Einsatzdienst war (sonst wären wir zu Fuss gegangen), dort unterhielten wir uns noch "von Feuerwehrkollege zu Feuerwehrkollege". Er bat dann die Besatzung des Tages mit dem Schlüssel zum Schiff und verabschiedete sich nach Eintreffen der Besatzung von mir. Die Besatzung öffnete mir zunächst das Ruderhaus und ich begann zu fotografieren. In der gesamten Zeit habe ich mich natürlich mit den Feuerwehrkollegen ausgetauscht. Nach etwa einer halben Stunde fragte mich dann der Einheitsführer (Feuerwehrdeutsch) ob ich noch mal in das Ruderhaus müsse und ob noch etwas aufgeschlossen werden soll. Diese verneinte ich dankend. Darauf hin verabschiedete sich die Besatzung mit den Worten: "Sei uns nicht böse, wir haben jetzt Pause. Bleib noch so lange du willst an Bord und fotografiere alles was du möchtest. Unser Chef hat uns das so aufgetragen."
      Ein wenig verblüfft dankte ich ganz freundlich und verabschiedete mich.
      Nachdem ich dann meine Fotos gemacht hatte (ich war fast 1 Stunde allein an Bord), bin ich nochmal zu Wache gegangen und habe mich auch dort noch einmal verabschiedete und bedankt.
      Ein wirklich lohnenswerter Tag für mich :nick: :thumbsup: .

      Nach meinem Urlaub hielt mich dann nichts mehr, ich wollte nun endlich beginnen.
      Ich habe mit der Rückwand des Modells begonnen und habe das Antriebsschutzgestell gebaut, es auf einer Platinenplatte verlötet und diese dann auf die Rumpfrückwand geklebt und beigespachtelt. Dann habe ich die Ruderkoker gebaut.
      Diese habe ich konstruiert, dass sie zunächst durch den Rumpf mit einem Überstand durchgeführt wurden. Da ich zwischen beide Koker eine Platte eingelötet hatte und an dieser Platte ein Stützblech verlötet hatte, konnte sich beim Einsetzen mit 2K-Spachtelmasse nichts verschieben und der korrekte Sitz war gewährleistet.
      Dann habe ich den Aufnahmespant, die Achterdecksstützstrebe, den Motorträger und den Abstandhalter zwischen Motorträger und Wellenaufnahme für die Wellen aus 3 mm Kunststoffplatten gebaut. Um eine genaue Führung zwischen Welle und Motor zu gewährleisten, habe ich starre Hülsen auf Motorwellen und Schiffswellen gesetzt. Die äußeren Wellenstützen sind ebenfalls mit einer Schablone eingesetzt.
      Diese habe Wellenstützen außen bestehen aus je zwei Teilen. Je ein Rohr, in das später beim Einbau auch das Stevenrohr eingeschoben war und dem Stützblech.
      • zum Führungs-Rohr: Dieses ist an beiden Enden mit einen 45°-Konus abgedreht.
      • zur Stütze: Diese ist aus einem Messingblech (0,8 mm) an das Roh angelötet. In Höhe der Rumpfinnenseite habe ich zwei Kerben eingefräst, so dass die Enden im Rumpf etwas verbiegen konnte. Da ich die Durchführung für das Blech sehr genau in den Rumpf gefräst hatte, konnte ich so sicherstellen, dass nur die vorgefertigten Enden im Rumpf verdreht/verbogen wurden. Außerdem waren ja die Stevenrohre im Rumpfdurchbruch und in dem extra angefertigten Spant geführt. Auch dieses Bauteile wurden mittels 2K-Spachtel fest eingebaut.
      Bau der Ruder:
      Beide Ruder bestehen aus einer 2 mm Messingwelle und einem aus einem 2 mm dicken aus Vollmessing von
      Hand konisch gefeiltem Ruderblatt. Ich habe darauf verzichtet, die Ruder größer als Maßstabsgerecht und laut
      Naviga-Reglement (Regelwerk des Weltverbandes für Schiffsmodellbau) erlaubt zu bauen und habe mich an die Originalgröße gehalten. Die oberen Teile der
      Ruderwellen habe ich flach geschliffen um eine sicherere Ansteuerung zu erhalten.

      Um ein "Aus- bzw. Einbeulen" des Rumpf zu verhindern, wurden im geraden Bereich des Rumpfes noch Kunststoffleisten einklebt. Unter anderem habe ich in diesem Zuge auch eine Decksabstützung im dem Bereich eingesetzt, wo der Geräteaufbau vom Ruderhaus getrennt ist. Dann habe ich beide Deckteile aufgeklebt (ich hatte leider keine Platte, die über die gesamte Decklänge gereicht hätte). Als nächstes wurden beide Scheuerleisten angebracht und das Deck mit dem Rumpf verspachtelt und verschliffen. Hierbei musste ich besonderes Augenmerk darauf halten, da im Bereich des Steuerhauses das Deck zum Bug hin über den Rumpf hinweg gearbeitet ist. Im Original soll dies als Wellenbruchkante dienen. Außerdem ist im Original im direkten Bugbereich ein Gummifender daran befestigt.
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      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau
    • :wink: zusammen,
      inzwischen hat sich doch einiges getan:
      Der Rohbau des Ruderhauses ist fast fertig und der Geräteaufbau ist auch im Rohbau...
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    • :wink: zusammen,
      anbei noch ein paar Bilder zum Ruderhaus und die Ruderhaustüren, einmal mit und einmal ohne Türgriff mit Schließblechen. Die Schottverriegelungen (sind alle konisch geschliffen).
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    • Hallo Matthias,
      ich muss im Rumpf noch etwa 700g Gewicht verteilen (zusätzlich zum Blei-Akku) und diese Bauweise ist deutlich leichter, als wenn ich aus ABS bauen würde. Beide Aufbauten zusammen wiegen bisher noch nicht einmal 250g. Ich verwende ja Material, dass noch nicht einmal 0,5 mm dick ist (0,42mm). Um eine annähernd gleiche Stabilität us ABS zu erreichen müsste ich wenigsten 1mm Materialstärke verwenden.
      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau
    • :wink: zusammen,
      vielleicht haben ein oder zwei von Euch ja bereits darauf gewartet, dass es hier weiter geht :grueb: . Auch wenn es langsam voran geht, aber es geht voran.


      Hier habe ich versucht, die Griffschalen für die Wartungsluken an der Außenseite des Ruderhauses darzustellen. Die Quadrate auf der grünen Unterlage sind natürlich 10 x 10 mm. Dies Luken werden später nach dem Lackieren in die vorgefrästen Öffnungen an der Vorderseite des Ruderhauses eineklebt. Ich habe für die Griffmulden ein Röhrchen eingefräst, den Draht, der den Griff darstellt eingelöstet, außen am Röhrchen alles beigeschliffen, die so entstandene Griffmulde (hier ohne Rückwand) von der Rückseite aus verlötet und dann den Überstand wieder bis zur Lukenplatte herunter geschliffen. Nach dem späteren Einkleben entsteht so dann eine geschlossene Griffmulde.


      Die hier gezeigte Luke befindet sich auf dem Geräteaufbau, auch hier ist solch eine Griffmulde eingebaut.Allerdings musste ich hier die innere Abdeckung der Griffmulde separat anlöten. Außerdem sind hier die beiden Niedergänge vom Geräteaufbau zum Hauptdeck (wenn auch schlecht zu erkennen) zu sehen. davon folgen aber Bilder...


      Diese Decksluke ist etwas anders gearbeitet. Bei dieser Griffmulde ist alles von der Unterseite her so eingepasst, dass der Griff bündig mit der Klappe abschließt. Ich habe hier in ein Messing - U-Profil Kerben gefräst, hie wiederum dann den Griff aus 0,7 mm Messingdraht eingelötet. Das Ganze habeich dann in die zuvor ausgefräste Öffnung in der Luke so eingepasst, dfass der Griff wieder bündig mit der Klappe außen abschließt. Als Nächstes habe ich das U-Profil an der Innenseite soweit beigearbeitet, dass ich "nur noch" die beiden Endkappen der Griffmulden ienlöten und anpassen musste. Von diesen Mulden muss ich noch drei weitere basteln...


      Hier sieht man die Decksverstrebungen am Geräteaufbau und die Einstiegsluke zum "Sozialraum" unter Deck. Alle drei Griffe sind aus 0,8 mm konisch geschliffen. Die obere Luke besteht aus folgenden Teilen:
      2 Scharnierimmitationen
      1 Verriegelungsgriff
      1 Abdeckplatte
      1 hinterer Rahmen mit abgerundeten Ecken
      und dem vorderen Abschluusblech, welches, wie im Original auch, um die Ecken herum gebogen ist und auf dem hinteren Rahmen und an der Abdeckplatte angelötet ist. 0,1 mm Messingblech macht's möglich :whistling: .


      Hier sieht man die zuvor bereits erwähnten Niedergänge. Die beiden Stützbleche an den Stufen sind ebenfalls aus 0,1 mm MS-Blech.


      Und noch etwas aus 0,1 mm MS-Blech: Der Sonnenschutz an der Rückseite des Ruderhauses. An den Winkelprofilen, die man hier sieht werden später noch Lampen angebaut. (ob ich diesmal die Beleuchtung funktionstüchtig mache, weiß ich noch nicht) Übrigens sund beide Fenster an der Rückseite gleich groß/klein. Der vermeintliche Unterschied liegt am Blickwinkel und täuscht.

      Ach ja, bevor jemand denkt, wenn ich von Fräsen schreibe; ich besitze keine CNC-Fräse. Alles was ich fräse, mache ich von Hand 8) .



      Fortsetzungen folgen, wenn Ihr wünscht..... :whistling: :whistling: :whistling:
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      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau
    • :wink: zusammen,
      heute habe ich mit dem Signalmast begonnen...

      Bisher habe ich allerdings nur den Rohbau des einklappbaren Signalmastes fertig bekommen.


      zum Vergleich ein Bild vom Original... ich weiß, da fehlen noch einige Dinge, aber wie bereits geschrieben, es ist bisher nur der Rohbau.


      Hier die Querverstebungen von hinten gesehen



      Auf diesen beiden Bildern von der Backbordseite aus gesehen
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      Gruß aus Bottrop Peter Linde private HP private eMail eMail Modellbau