Trumpeter T34/85 - Standmodell

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    • Trumpeter T34/85 - Standmodell

      Hallo Nietenzähler und Modellbaufans!
      Dieser Baubericht ist schon mal in einem anderen Forum zu sehen gewesen, da ich mir aber dachte, er könnte euch auch Freude machen, habe ich ihn mal hierher kopiert. Wo möglich (und nicht übersehen :kaf: ) habe ich ihn editiert.
      Jetzt aber viel Spass damit1 (Warnung, der Bericht ist recht umfangreich!)

      Nun ist es passiert! Ein Modellbaukollege hat mich mit seinem Baubericht über den Trumpeter-Königstiger angesteckt. Da für mich finanziel der KT nicht in Frage kommt, muß also ein T34 dran glauben. Die Entscheidung fiel zugunsten des T34/85 BJ. 1944 Factory 183 aus. Ursprünglich hatte ich geplant mit diesem Modell an einem Wettbewerb teilzunehmen, aber weil ich mich nicht unter Zeitdruck setzen will, da dieses Projekt sehr detailiert und mit ein paar "Extras" versehen werden soll, dachte ich mir, daß es so besser ist.
      Soviel erstmal zur Einleitung und los gehts mit dem Baubericht. Ich denke mal, daß die meisten den T34 kennen, so das ich mir die Geschichte zum T34 schenken kann. Modellspezifische Änderungen werde ich während des Bauberichts versuchen ausführlich zu dokumentieren. Noch zur Ergänzung:
      Wie einige bestätigen können, sieht man die "Innereien" des T34 ja nur bei abgenommener Oberwanne oder Turm. Da dies nicht gerade befriedigend ist, werde ich versuchen, ähnlich wie beim KT einige "Sichtfenster" einzubauen. Wo die dann sitzen werden entscheidet sich aber erst während des Baus und nach Festlegung des genauen T34-Typs (Einsatzort, Zeit und Einheit).

      1. Der Bausatz
      Wie auch beim KT handelt es sich beim T34 um einen Bausatz mit Inneneinrichtung. Im Gegensatz zum KT wurden aber doch einige Details weggelassen! (Was auch den Preisunterschied erklärt) Trotzdem ist der Karton rappelvoll (846 Einzelteile), also auch hier keine Mogelpackung.
      Auf den ersten Blick sehen die Bauteile sehr detailreich und sauber gegossen aus. Auch die Bauanleitung macht einen vernünftigen Eindruck. Lediglich die Farbangaben sollten genaustens überprüft werden. Nur mal so als Beispiel: Für die Geschosskartuschen wird Kupfer vorgeschlagen. Hier
      wäre aber Messing die richtige Wahl!

      Was geliefert wird.


      Detailansicht 1


      Detailansicht 2


      Gußstruktur Turm


      Soviel erstmal zum Lieferzustand. Ich werde in loser Reihenfolge dann die einzelnen Bauabschnitte vorstellen, und bin für jeden Tip oder Kritik dankbar.
      Da ich ja so original wie es nur geht bauen will, habe ich gleich mal ne Frage an die T34-Experten. Farbbilder vom Motor und von der Bodenplatte existieren ja zwei verschiedene Versionen im Internet.
      1. Motor: Schrauben mal schwarz und mal nicht lackiert. Genauso die Zuleitungen von der Dieselpumpe, mal blau mal gelb.
      2. Boden der Panzerwanne: Mal weiß, mal rostschutzrot. Wobei für mich die Rostschutzfarbe mehr Sinn macht.
      Vielleicht hat ja einer der älteren Forumsmitglieder aus den neuen Bundesländern bei der NVA noch mit so einem Panzer zu tun gehabt. (und ich meine damit nicht als Hartziel! :evil:


      Hier wäre dann mal der Motor.
      Schon während der Recherchen sind mir im Vergleich Original > Trumpeter einige verbesserungswürdige Details ins Auge gestochen. Selbst wenn man das Modell in der "Ur"ausführung von Trumpeter baut, fällt schnell auf das die Detailierung leider nicht so toll ist, wie sie sein könnte. Sämtliche
      Zuleitungen von der Einspritzpumpe zu den Zylinderköpfen, Ölleitungen vom Ölfilter zum Motor und die Kabel vom Verteiler zu den Glühkerzen fehlen. Ebenso fehlt der Deckel für den Öleinfüllstutzen. Auch die Farbgebung beschränkt sich im wesentlichen auf Aluminium und Schwarz. Das geht bei so einem Modell aber nun garnicht! Hier nun die ersten einzelnen Änderungen. Als Pate stand der restaurierte Motor aus dem Tankmuseum in Kubinka/Russland.
      In die Zylinderköpfe, Ventildeckel, Einspritzpumpe, Ölfilter, Motorblock und Verteiler wurden an den nötigen Stellen 0,5mm Löcher gebohrt. In diese Löcher kam nun 0,45mm ummantelter Schaltdraht aus der Elektronik, der Gelb lackiert wurde. Dadurch das dieser Draht nur eine Seele hat, läßt er sich wunderbar in Form biegen bzw. abwinkeln. Alle Leitungen wurden aber nicht verlegt! Wo selbst bei abgenommener Oberwanne nichts zu sehen ist, habe ich mir die Arbeit erspart :D. Der Panzer soll zwar wie sein großer Bruder aussehen, aber nicht funktionieren, sprich der Motor anspringen!
      Da der lackierte Motor zu fabrikneu aussehen würde, habe ich das Alu mittels Valejo Weiß-Grau ein wenig gealtert (Ausblühungen des Alus) Die Ventildeckel und einige Verschlussplatten wurden in Rostrot gehalten und haben dezente Abnutzungsspuren verpasst gekriegt. Auf Kriechspuren von Öl habe ich bewusst verzichtet, da ich mal denke, daß die im Original auch nicht wie ein PKW-Motor mit 180000 Kilometer aussahen. Sollte jemand jedoch Bilder davon haben, daß dem doch so ist, immer her damit.

      Hier mal ein paar Detailfotos vom momentanen Zustand (geht momentan leider ein wenig zäh vorwärts, da das Wetter einfach zu gut ist, und obendrein mein Töchterchen gerade umzieht).

      Frontansicht Totale


      Aufsicht Totale


      Zündkabel Glühkerzen und noch nicht bestückte Einspritzpumpe


      Detail Zündkabel-Zylinderkopf


      Detail verkabelter Zündverteiler


      So, daß wars für den Moment. Sowie ich den Motor komplett habe, folgen weitere Bilder.

      Hier nun wie versprochen der fertige Motor!

      Ich stelle die Bilder mal ohne weiteren Kommentar rein.

















      Weiter gehts nach längerer Abstinenz!
      Heute gibts mal ein paar Bilder vom Kampfraum. Ist zwar noch nicht viel, aber das wird schon noch. Den Boden der Wanne habe ich mit Rost der Firma Revell gestrichen und die Wände wie normal mit Weiß. Problem bei diesem Bausatz ist, daß trotz entfetten die Farbe auf die grauen Spritzteile nicht richtig aufgetragen werden kann. Ich vermute mal das die Oberfläche zu glatt ist. Sowas habe ich ehrlich gesagt noch nie erlebt! :(
      Bevor ich den Boden mit Rost angemalt habe, habe ich an den Stellen, an der die Panzerbesatzung sich zwangsweise viel bewegt hat, eine Schicht Eisen lackiert. Nach Trocknung der Rostfarbe habe ich dann vorsichtig mit feiner Stahlwolle versucht die Abnutzungsspuren hervorzuschleifen. Wird nachher durchs Washing natürlich noch besser. Für die weißen Seitenteile wollte ich extra keine perfekte Lackschicht haben, da dieser Perfektionismus ja ne Sache der Deutschen war und ist. Auch hier gilt: Sieht nach dem Washing besser aus. :D
      Nun zum eigentlichen Highlight im wahrsten Sinne des Wortes. Da ich ja gedenke teilweise Einsicht in das geschlossen Modell zu erhalten (ala Königstiger), habe ich die kleine Innenraumbeleuchtung ausgefräst bis zum "Schutzkorb" so das nur noch diese Streben stehen geblieben sind. Hinter diese Streben habe ich eine sehr helle rote (andere Farbe hatte ich nicht) SMD-LED eingebaut. Diese LED wird von einer 3V Knopfzelle wie sie in Computern zu finden ist, gespeist. Ein und ausgeschaltet wird die LED später mittels eines Reed-Schalters (für alle, die nichts damit anfangen können, daß ist ein Schalter der mittels eines kleinen Magneten geschaltet wird).
      Die Motortrennwand ist jetzt nur so eingesteckt, um ein geschlossenes Bild zu vermitteln.

      Totale Kampfraum


      Detail Kampfraum


      Beleuchtung1


      Schutzgitter Beleuchtung


      Beleuchtung in Aktion 1


      Beleuchtung in Aktion 2


      Habe das Ganze schon mal mit aufgesetzter Oberwanne ausprobiert, und denke das das Licht ausreichend sein dürfte. :O

      Ende Teil 1 des Bauberichts

      Gruß
      Jürgen
      Alle elektrischen Geräte funktionieren intern mit Rauch. Wenn er entweicht, sind sie defekt.
    • Teil 2 des Bauberichts

      Mittlerweile habe ich den vorderen Teil der Wanne soweit kompletiert. Es
      fehlen allerdings noch die Flügelmuttern für das Motortrennschott (ist
      ja nur vorläufig eingesetzt) und die MG-Magazine, die leider von
      Trumpeter dort nicht vorgesehen sind. X(
      Mittlerweile habe ich mich
      auch entschieden, was für ein T34 es werden soll. Habe mir gedacht, daß
      es ein polnischer T34 aus den letzten Tagen des Krieges werden soll. Um
      genau zu sein, es wird RUDY aus der polnischen Fernsehserie vier
      Panzersoldaten und ein Hund! ;)

      So, und hier noch ein Paar Bilder vom jetzigen Stand der Dinge.













      Update: Innenausbau

      Hier
      mal ein paar Bilder vom Innenausbau. Teile sind jetzt soweit eingebaut,
      habe auch nochmal auf Anregung einiger Forumskollegen das Weiß
      nachgestrichen. Jetzt beim Bilder knipsen ist mir aufgefallen, daß meine
      Olympus die Farben kräftiger darstellt, als sie in Wirklichkeit sind
      (Im Internet wurde mir das von verschiedenen Testern dieser Kamera
      bestätigt). Seis drum. Wenn man das weiss, darf man eben nicht in der
      vollen Sonne fotografieren.
      Nun aber zurück zum Bau. Wie auch beim KT
      verschwinden leider viele Details nach dem Einbau. So ist z. Bsp. die
      Lichtmaschine am Motor garnicht mehr zu sehen, weil sie komplett vom
      Kühler verdeckt wird. X(
      Und so könnte man das fröhlich weiter aufzählen.
      Als
      nächste Aktion wird der Innenraum noch ein wenig gealtert, und dann
      gehts an die Oberwanne und Turm. Dafür warte ich aber noch auf ein paar
      Sachen, und erst wenn die da sind und meinen Vorstellungen entsprechen,
      gehts damit weiter. Also bitte etwas Geduld.

      Und zu guter letzt die Bilder:













      Hier
      der nicht mehr ganz aktuelle Stand zum T34. Da es ja ein Schnittmodell
      werden soll, habe ich schon mal die "Sichtfenster" eingearbeitet. Ich
      überlege noch, ob ich diese Fenster dann mit klaren Plexiglas
      verschließe (Staubschutz). Das hätte auch den kleinen Vorteil, dass ich
      bei Bedarf die ausgeschnittenen Teile einfach einsetzen kann, und wieder
      ein normales Modell hätte. (Die Schnitte sind nur minimal zu sehen)







      Ende Teil 2 des Bauberichts
      Alle elektrischen Geräte funktionieren intern mit Rauch. Wenn er entweicht, sind sie defekt.
    • Teil 3

      Was wäre ein Schnittmodell ohne Figuren?

      Fangen wir mit der Ausgangssituation an.
      Habe mir von Heinz einen russischen Panzerkommandanten besorgt. Nun brauche ich aber vier Panzersoldaten. Viermal die selbe Figur kaufen wird zum einen zu teuer, und sieht auch nicht aus, wenn die alle gleich sind. Also die Figur abgeformt, und die neuen Gussteile umgearbeitet.
      Hier mal Bilder vom Original und der Abformung.













      Erste Figur wird der Kommandant Janek







      Als nächstes ist der Fahrer Grigorij dran.









      Figuren sind natürlich noch nicht ganz fertig bemalt! Auch hier wurden wieder die Polyabgüsse verarbeitet, wobei der Fahrer doch erheblich mehr Aufwand bereitet hat, da er gebeugt sitzen muss um in die Wanne zu passen. Auch Arme, Oberschenkel und Stiefel sind stark umgearbeitet. Denke aber mal, Grigorij ist ganz passabel geworden.
      Demnächst folgen Gustlik und Tomasz, und natürlich der Hund (Scharik)

      (erste grobe Arbeiten an Gustlik)



      Zum Abschluß gibt es noch einige Bilder vom momentanen Stand. Was jetzt noch fehlt, sind "Kleinigkeiten" wie Griffe, Eisgreifer für die Ketten und Alterung.
      Ich lasse einfach mal die Bilder für sich sprechen.







































      Was die Kennzeichnung des Panzers angeht, sagte ich ja schon, daß er "Rudy" aus der Serie "Vier Panzersoldaten und ein Hund" darstellt (Der Hund fehlt noch, kommt hoffentlich nächste Woche). Leider gibt es keine gescheiten Decals. Die von Peddinghaus sind einfach zu grob, vor allem der polnische Adler! Also habe ich mir meine Decals selber gemacht. :D

      So, ich hoffe, Rudy gefällt euch ein wenig. Vorläufig gehts damit aber nicht weiter, da ich ja "Panzerbauverbot" habe. :(

      Gruß
      Jürgen
      Alle elektrischen Geräte funktionieren intern mit Rauch. Wenn er entweicht, sind sie defekt.