Baubericht USS Nevada 1:700

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    • Baubericht USS Nevada 1:700

      Liebe Modellbaufreunde :)

      Um Missverständnisse zu vermeiden: Nein, ich baue das Schiff nicht historisch korrekt. Ja, ich baue das Schiff mit möglichst vielen Details :) Also, ob mein Modell zum Schluss eine „BB-38″, „BB-36″ oder irgendeine andere Körbchengrösse haben wird, ist mir Wurscht. Ach ja, da ist noch eine Sache: Ich freue mich immer auf Kommentare, ganz ehrlich!


      Nimm Platz und lass uns beginnen!
      Das ist also das Schiff, das ich bauen werde. Schau dir auch das Unboxing an. Der Bausatz ist aus Resin und enthält Weissmetall-Teile sowie aus Plastik. Abgefahrene Mischung – das hatte ich nie in einem Bausatz! MidShip hat einen wundervollen Detaillierungsgrad erreicht – da schlägt mein Modellbauerherz meterhohe Wellen! Ja, da sind wir ja auch schon beim Thema. Das Schiff wird ein tragisches Ende nehmen in meinem geplanten Diorama. Schau dir dazu meine gemeinsamen Überlegungen hier im Forum an:Projektüberlegungen Teil 1 > Teil 2 und 3 sind dort unten verlinkt




      Die Bauanleitung ist …super…
      DAS soll eine Bauanleitung sein? Ne, für den Preis ein „no go“! Aber was soll ich mich jetzt hier beklagen. Die Resinteile sind sehr filigran, das finde ich echt super. Die Masten schneidet man sich aus den beiliegenden Kupferstängleins zurecht. Zumindest diese Schritte sind in der Anleitung sehr gut beschrieben. Für den Rest wird der Modellbauer allein gelassen. Wo genau wird denn der ganze Mast mit den Aufbauten platziert? In welchen Abständen montiert man die Plattformen? Jaja, Fragen über Fragen. Da musste ich ganz schön nachdenken, um ein einigermassen richtiges Resultat hinzu bekommen. Ob es wirklich stimmt, weiss ich allerdings immer noch nicht.





      Erste Etappe geschafft
      Damit’s stabil ist, habe ich im Sockel und im Aufbau ganz oben ein Loch reingelöchelt und das Stängeln mit Sekundenkleber befestigt. Links unten liegt auf dem Schiff ein Wattestäbchen zum Grössenvergleich. In der oberen Plattform mussten zwei Löcher gebohrt werden, damit die dünneren Stänglein durchgeschoben werden konnten. Und somit konnte ich mich mit dem Bausatz schon mal etwas anfreunden. Das weitere Bekleben wird mit Sicherheit mein Gehirn zum explodieren bringen. Also wundere dich nicht, falls du aus Richtung Basel in den nächsten Wochen immer wieder mal einen Donnerknall hören wirst. Das wird meine Gehirnschmelze sein, gefolgt von einer Gehirnexplosion. Danke für deine Geduld ;)





      Die Masten sind fast fertig. Es fehlen noch div. Kleinteile. Ich weiss, dass die Plattformen beim rechten Mast leicht schief ausschauen. Bei dieser Makroaufnahme fällt es auf. Wenn man es „live“ sieht, erkennt man es kaum. Ganz gerade bekam ich es einfach nicht hin. Das ist mir beim linken Mast viel besser gelungen. Ausserdem habe ich den Fehler gemacht, dass die schrägen Stützen beim rechten Mast nicht bis zum Deck hinunter reichen. Die dürfen auf der Plattform natürlich nicht aufhören. Dort werde ich noch nachbessern und zwei kleine Stücke nachträglich ankleben.







      Wenden wir uns den Geschütztürmen zu. Das ist der Stand nach der Überarbeitung – sprich: Sauber abschleifen. Die Teile sind schön detailliert. Die Geschütztürme haben an den Rändern sogar Nietreihen. Die sieht man hier aber nicht. Das wird man erst nach der Bemalung und Alterung sehen können. MidShip Models hat zwei Geschützrohre mehr beigelegt, obwohl auf der Bauanleitung bloss 10 fotografiert sind :)





      Achtung! Diese Teile sind in der Bauanleitung falsch angeschrieben. Der Buchstabe „R“ steht für Resin, und das wäre richtig gewesen. Bei der Skizze nebendran ist es korrekt angeschrieben.





      Die einzelnen Teile entfette ich mit Isopropyl. Kriegst du in der Apotheke. Manchmal wird es auch Isopropanol genannt.





      Zur Erinnerung: Das Schiff liegt auf Grund, leicht schräg geneigt. Ich überlegte mir, in welcher Position die Geschütztürme wohl darzustellen sind? Was sieht realistisch aus? Zunächst dachte ich, so wäre es richtig, also mit den Geschützrohren nach unten geneigt.





      Um das zu testen habe ich die Geschütztürme mit Maskol angebracht (kann ich danach also ganz leicht wieder entfernen). Und siehe da, die Schwerkraft hat zugeschlagen: Der hier markierte Turm kippte mit dem Hintern nach unten. Ja klar, dachte ich, so ein dicker Hintern drückt nach unten und nicht nach oben ;) Die anderen Geschütztürme blieben in dieser Position. Ob dies nun realistisch ist, weiss ich nicht. Ich weiss auch nicht, ob diese Türe in einer solchen Position gerade ausgerichtet bleiben. Aber wie im ersten Teil ganz zu Beginn geschrieben: Ich baue dieses Projekt nicht historisch (oder technisch) korrekt ;) Aber vielleicht hat ja jemand von euch einen Tipp?

    • Ferien - HURRA! Ich kann BASTELN! BASTELN! .....mmmmmhhhhhhh.....sekundenkleberschnüffeln.....mmmhhhhh....

      <erweiterte-Pupillen-Modus-AN>

      Jetzt wird’s echt spassig! Du siehst ja, wie klein diese Geschütze mit ihren Plattformen sind. Leider sind drei der Geschützrohre abgebrochen. Glücklicherweise waren sie im „Säckli“ aber noch vorhanden. Die habe ich mit Sekundenkleber wieder „montiert“ :) Ich bin total begeistert wie die filigranen Details herausgearbeitet wurden. Wirklich wahr! Aber jetzt galt es erst mal, alles zu versäubern.






      Die Plattformen und ihre Resinangüsse
      Wenn ich die Geschützplattformen ohne Nachbearbeitung anbringen würde, dann wären sie mit Sicherheit zu hoch. Also musste ich mir überlegen, wie ich sie von den Angüssen befreien könnte. Tja, dann hatte ich die Idee: Mit einer professionellen Maniküre! ;)





      Die Maniküre für die Geschützplattformen
      Man lege die Plattform so auf die Fingerkuppel. Nach Möglichkeit sollte es nicht der „Stinkefinger“ sein. Denn dies könnte dazu führen, dass, wenn die Herzallerliebste gerade in dem Augenblick das Zimmer beträte, würde sie denken ich zeige mit dem „Stingerfinger“ gegen sie. HAHAHA! Nein, nein, das darf auf keinen Fall passieren! Sonst wäre es aus mit der Bastelei! ;) ;)





      Die Feile angesetzt und vorsichtig „Rutsche-Ratsche“! So lange nachbessern, bis die Plattform perfekt dünn geschliffen ist.





      Zwischendurch Controlling – alles bestens, und weiter!





      Die Maniküre ist geglückt!
      Super, hat bestens geklappt. Jetzt nur noch die anderen Kleinst-Teile ankleben und eine Passprobe machen. Passt perfekt. Sie sind natürlich noch nicht angeklebt. Die kommen erst nach der Bemalung drauf.





      <erweiterte-Pupillen-Modus-AUS>



      [size=24pt]FUCK!!! ups, sorry… :/[/size]

      Was fällt dir an diesem Foto auf?




      Ich habe die Brücke falsch aufgeklebt. Sie müsste so ausgerichtet sein wie die oberste Plattform am hinteren Mast. AAAAAAAHHHH! Du weisst sicher, was das bedeutet, oder? Genau! Eine Zahnoperation! Ich musste das natürlich korrigieren. Ob’s mir geglückt ist, liest und siehst du gleich weiter unten.


      Plastikmasten abschneiden und den Metallstift heraus dremeln
      Wow, wenn ich etwas mache, dann mache ich es aber richtig! Ich hatte den Mast ganz schön tief reingebohrt gehabt. Mit dem Dremel habe ich die obere Plattform vorsichtig aufgefräst. Du kannst dir sicher vorstellen, das das sehr, sehr vorsichtig geschehen musste. Aber, stell dir vor, ich hab’s geschafft und den Mast herausbekommen!





      Operation fast fertig
      Das Loch habe ich mit Sekundenkleber verklebt und mit einem Schnellhärter-Spray besprüht. So war es nach ein paar Sekunden schon felsenfest. Den Überschuss habe ich verschliffen. Damit mir beim erneuten Bohren der Kleber nicht weg bröckelt, habe ich unten ein Stück Plastikkarte angeklebt.





      Alles neu, passt, wackelt und hat Luft
      Uff, Operation gelungen, würde ich sagen. Die schrägen Masten sind dieses Mal richtig in der Länge, sie reichen bis aufs Deck. HURRA!







      Erste Ausbeute
      Du weisst ja wie das ist: Man hat sooooo viiiiiele Kleinteile verklebt, verschliffen, mit Liebe behandelt, hat Freude daran…und man will natürlich sehen, wie schaut’s denn aus, wenn all das Zeug am richtigen Platz ist? Das ist der Stand der Dinge. Fortsetzung folgt, danke für deine Geduld, deine Zeit und deine Kommentare :)

    • Liebe Modellbauer aus "das-modellbauforum" :)

      Dieses Mail bloss ein Bild. Dieser Kran hat mich fast 2 Stunden Arbeit gekostet. …uff… Der Grössenvergleich mit dem Zahnstocher zeigt, wie winzig das Teil ist. Als ich anfing den Kran von der Platine abzuschneiden, hatte ich die Befürchtung, dass ich das wirklich nicht so fertig kriege, dass man erkennt was es darstellen soll. Man muss ihn ja auch noch in die richtige Richtung falten und an div. Stellen mit Sekundenkleber zusammenkleben. Die Bauanleitung war wie immer eine sehr kleine Hilfe. Mit der Ätzteilbiegehilfe konnte ich zwei Längen falten. Die anderen musste ich mit der Pinzette in die richtige Richtung bringen. Insgesamt faltet man den Kran an 7 Stellen. Da hat es sehr viel Geduld und Willen gebraucht, dass ich das Teil fertig bekommen habe.

      Im Vordergrund sieht man zwei „Stäbchen“. Das sollten die Drähte des Krans darstellen, die an den beiden Rädchen befestigt waren. Durch das Ausschneiden aus der Platine ergaben sich allerdings richtig hässliche Schnittpunkte, die ich nicht kleiner weg schnippeln konnte. Es war einfach zu klein. Zudem hat mich gestört, dass sie sowieso zu dick waren. Deshalb habe ich die beiden Rädchen abgeschnitten und sie separat am Kran angeklebt. Die hintere Stütze ist ebenfalls ein separates Teil. Die „Drähte“ habe ich aus heissgezogenem Gussast selbst gemacht. Die vorderen „Drähte“ sieht man nicht, weil sie ganz nah am Krankörper anliegen. Wenn ich mir das Resultat anschaue, dann habe ich Freude daran :)

      SO! Und jetzt erst mal 'nen schönen coffee:




    • Ich hab' Lust gehabt mich noch etwas weiter zu quälen. Ha, das hat Spass gemacht. Und weil es so geschmerzt hat im Nacken, hier Schritt für Schritt das Katapultli :) Das Geländer auf dem letzten Bild ist im Bausatz nicht enthalten. Das habe ich zurechtgeschnippelt aus Relings in 1:700. Also, wenn ich mich quälen will, dann natürlich auch gleich richtig, nicht wahr!









    • sooooo, es geht weiter mit MUNZIGEN Dingen :)


      Den Schornstein habe komplett überarbeitet. Nur der Schornsteinkörper ist noch "Original" sowie das "Rohr" rechts aussen.





      Besagtes "Rohr" (hier links zu sehen) Habe ich vom Schornsteinkörper abgetrennt. Den ganzen Körper habe ich verschliffen, denn er war doch recht uneben und "pickelig" :) Befestigt habe ich ihn an zwei Querträgern, die ich aus Plastikstäbchen ausgeschnitten habe. Die Stäbchen habe ich im Schornsteinkörper verankert (ich habe zwei kleine Löcher gebohrt). Das Rohrende habe ich sanft "gelöchert" :) Auf der "Decke" habe ich den vorhandenen runden Deckel mit dem Dremel aufgebohrt. Die Verstrebungen sind mit heissgezogenem Gussast selbst hergestellt. Die "Niete" bildet den Abschluss und ist ausgestanzt.





      Die Rohre sind frei erfunden. Ich habe keine Ahnung, ob und wie das ausgesehen hat am Schornstein der USS NEVADA. Ich hatte einfach Lust solche "Futzel-Arbeit"(**) zu machen. Im Schornsteinkörper habe dafür für jedes Rohr ein Löchleinchen gebortchen und nach dem Trocknen sanft nach oben gebogen und festgeklebt. Die Leiter ist von der im Bausatz enthaltenen Ätzteilplatine entnommen. Das Wattestäbchen dient wieder mal als Grössenvergleich. Na dann Mahlzeit.





      (**) Futzel-Arbeit: Gemäss Definition im iBook "F-16 How's My Driving"= Arbeiten, die den Modellbauer an den Rand des Wahnsinns treiben. Manchmal lösen Futzel-Arbeiten Gehirnschmelze bei Vasilij aus.

      :D :D
    • Nicht nur die Resinteile musste ich überarbeiten, bei den Weissmetallteilen ist es auch so. Oben unbehandelt, unten nach dem Schleifvorgang. Dummerweise vergass ich wieder einmal einen Grössenvergleich abzuliefern :(








      Kommen wir jetzt mal zu einer echten Männersache. Haarausfall. Häh? Was hat das mit dem Baubericht zu tun? Oh, sehr viel! Denn die kleinen Fläschlis sind eine prima Halterung für Lackierarbeiten. Der Inhalt dessen befindet sich nunmehr auf meiner Kopfhaut und aktiviert den Haarwuchs in der Tat 2x jährlich in einer Kur von 42 Tagesrationen. So bekomme ich also jährlich 84 solcher Fläschlis auf meinen Baseteltisch :D Doppelseitiges Klebeband auf den Deckel, die Bauteile gründlich entfettet, drauf pappen - fertig für die Grundierung und Lackierung.








      Resin wurde mit "Mr. Resin" von Mr. Hobby grundiert und die Weissmetallteile mit dem "Surface Primer" von Tamiya. Letzterer ist ein Kombinationsprodukt, denn damit kann man auch Plastik grundieren. Warum der gleiche Grundierer für zwei unterschiedliche Materialien haften soll, ist mir schleierhaft. Weissmetall habe ich damit noch nie grundiert und bin gespannt, ob's hält. Im Hintergrund sieht man die Absaugvorrichtung (welcher Marke, weiss ich nicht). Das Grundierungszeug stinkt recht stark und jetzt ist es zu kalt, um es draussen zu sprayen. Also Fenster auf :)

    • Grüezi aus der Schweiz :)

      Vielen Dank für das Interesse an diesem Baubericht :)


      Der Stand der Dinge. Die oberste Plattform des Modells besteht aus einem Ätzteilboden. Die Umrandung drum herum ist ebenfalls aus Ätzteilen gemacht. Die Rundungen musst du natürlich selbst hinbekommen. Klappte aber problemlos. Auf einer Risszeichnung sah ich, dass unterhalt der Plattform noch ein Absatz war. Den habe ich aus Plastikkarte selbst hergestellt.







      Dieser Absatz beherbergt die "Mastspitze", ist also auch gleichzeitig etwas praktisches.








      Die weissen Plattformen stechen aufgrund der Lichtverhältnisse noch zu stark hervor. Natürlich werde ich sie beim Altern noch etwas "abschwächen"










      So langsam bekommt das Schiff Gestalt :) Jetzt geht es an die vielen Kleinteile inkl. Relings. Geduld, Geduld.

    • SO! Jetzt geht’s endlich an die Gestaltung des Hafens, der Riesenwelle und des Wellensurfers, der in der Welle gefangen ist! Die Base ist mit Moltofill bestrichen und mit Kieselsteinen aus dem Gartenbedarf bestreut worden.









      Das Ganze nochmal mit Moltofill übergossen und der “Grenzbereich” der Riesenwelle ausgeformt.









      Im linken Bereich, wo sich die Steinchen stapeln ist sozusagen das “Ende der Welle”. Dort wird sie also steil nach oben ansteigen.









      Die Idee des Surfers: Die Hälfte des Körpers wird in der Welle versunken sein. Das “Victory” Zeichen ragt aus dem Wasser dem Betrachter entgegen. Damit das Ganze eine gewisse betrachterische Dramatik hat, muss die Figur perspektivisch so gebaut werden, dass die “hinteren” Teile kleiner sein müssen, als die vorderen. Der Oberkörper, der linke Arm und das linke Bein sind im Massstab 1:48. Der rechte Arm und die Hand, das rechte Bein und der Kopf sind im Massstab 1:35. Der Kopf ist allerdings für diesen Effekt zu gross. Ich werde ihn durch einen in 1:48 auswechseln. Das Gesicht wird auch überarbeitet, damit es aussieht, als ob der Surfer lacht. Zusätzlich werde ich ihm eine wilde Frisur verpassen. Das “Victory” Zeichen habe ich aus einer Handform selber zurecht geformt.