Bau einer "langen Düsseldorf"

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    • Bau einer "langen Düsseldorf"

      Hallo Modellbaufreunde !

      Ich baue eine "lange Düsseldorf " auf der Basis eines Robbe-Rumpfes. Ich habe, als ich begonnen
      habe, übereilt den Baukasten gekauft. Auf Grund der reichhaltigen Informationen und Berichte im
      damaligen FLB2-Forum habe ich mich dazu entschlossen kein "normales Baukastenmodell" sondern
      meine Düsseldorf möglichst originalgtreu zu bauen. Bis heute habe ich aus dem Baukasten nur den
      Rumpf und den Aufbau verwendet.

      Aus heutiger Sicht würde ich den Hasse-Rumpf verwenden. Der Robbe-Rumpf ist ein Verdränger-Rumpf
      nicht so wie das Original oder der Hasse-Rumpf ein Halbgleiterrumpf. Der Robbe-Rumpf hat zwar mehr
      Tragfähigkeit (Robbe ca.12-13 kg / Hasse ca. 6-7 kg) ist aber aus ABS und nicht wie der Hasse-Rumpf
      aus GKF. Dadurch hatte ich nach der Verlängerung Verwindungsprobleme da beim Verlängern Spannungen
      auftraten welchem der ABS-Rumpf nachgab.

      Ich habe den Rumpf an der breitesten Stelle mit der Laubsäge in zwei Teile geschnitten.
      (Die Schnittflächen nicht bearbeiten, dann ist das Maß der Verlängerung an jeder Stelle 200mm.)




      Den Rumpf habe ich auf der Innenseite mit Holzleisten und ABS-Streifen verlängert.




      Die Aussenseite habe ich mit ABS-Platten beplankt, verspachtelt und verschliffen.
      (Foto ist noch vor dem Verspachteln gemacht worden.)




      Der fertige Rohbaurumpf:



      Als nächster Schritt folgte die Abrisskante.
      lg

      Christian

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    • Abrisskante

      Nächster Bauschritt war die Abrisskante.


      Sie besteht aus 13 Knotenbleche (H=7mm x L=15mm x 1mm) und aus der eigentlichen Abrisskante (L=20mm x Rumpfbreite x 2mm).





      Damit die Abrisskante stabiler ist habe ich eine 0,5mm dicke Platte 10mm (also Gesamtlänge 30mm) auf den Rumpf ragend
      verklebt, die entstehene Stufe verspachtelt und verschliffen.

      lg

      Christian

    • Ankertasche

      Als nächstes folgten die Ankertaschen.
      Sie sind 36mm lang, 27mm hoch u 8mm tief. Unten hat die Ankertasche eine 45° Schräge. Die Ankertaschen sind mit einem Winkel von ca 20° nach unten geneigt eingebaut. DIe obere Ecke liegt 22mm unterhalb der Rumpfkante (+8mm abnehmbares Deck) also 30mm vom fertigen Deck und die vordere Ecke ca 22mm in einer gedachten gerade vom Bug entfernt.

      Die Ausschnitte im Rumpf.


      Die Ankertaschen habe ich aus 1,5mm ABS Material hergestellt.


      Die Ankertaschen sind eingebaut.

      lg

      Christian

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    • Bugstrahlruder

      In meiner "Restlkiste" hatte ich noch ein Robbe-Bugstrahlruder (Ø25mm) dass von der Größe paßte.
      Beim Original ist das Bugstrahlrohr oben "abgflacht", dies habe ich bei meiner Düsseldorf auch nachgebildet.
      Das alte Bugstrahlrohr war kaputt und ein neues mußte her. Ein Installationsrohr hat perfekt in das Gehäuse
      gepaßt. Das Rohr habe ich dann an jeder Seite schräg angeschnitten und mit einem "Deckel" versehen.

      Das Bugstrahlruder befindet sich 85mm vom Bug entfernt ( Waagrechte von Bugstrahlrudermitte zu Bugkante)
      und 33mm über der Kiellinie - die Maße hatte ich noch aus dem FLB2-Forum.

      Die Einzelteile des Bugstrahlruders.


      Das Bugstrahlruder eingebaut.

      lg

      Christian

    • Becker-Ruder

      Wie das Original hat meine Düsseldorf Becker-Ruder erhalten. Die Ruder von Billing Boat paßten optimal.
      Nur die Höhe habe ich gekürzt, das Hauptruderblatt hat jetzt eine Höhe von 38mm, das Endruderblatt 50mm.
      Um bei der Ruderanlage etwas mehr Stabilität zu erhalten habe ich im Rumpf eine Messingleiste eingeklebt.
      Damit die Ruder senkrecht stehen habe ich Anpaßscheiben (ABS) als Auflage angeklebt und anschließend bearbeitet.

      Die Ruder sind eingebaut !

      lg

      Christian

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    • Antriebsanlage

      Für den Antriebs kam für mich nur ein Direktantrieb , jedoch mit einer Kreuzglenk-Kupplung in Frage. Ich habe mich bei der Motorauswahl für einen Bühlermotor entschieden.

      Techn. Daten:
      Type:1.13.018.071
      Spannung: 12V
      Nenndrehzahl: 7150 U/min
      Nennstrom: 5,4A
      Lehrlaufstohm 0,95A
      Gewicht: 425g

      Die Stevenrohre (300mm lang) u. Wellen sind von Robbe (No. 1444). Für eine robustere Ausführung der motorseitigen Lagerung habe ich eine zusätliche Kugellageraufnahme hergestellt. Natürlich habe ich wie beim Original auch Wellenstützen vorgesehen.

      Die Kugelageraufnahme:


      Die Stevenrohrabstützungen:


      Den Motorspant habe ich aus 6mm Flugzeugsperrholz hergestell. Er ist mit einem Abstand von 410mm von der Heckkante und einer Schrägelage von
      etwa 3,5° zur Senkrechten eingebaut (3,5° Wellenwinkel).
      Der Motorspant:

      Zur "Anprobe" im Rumpf



      Fortsetzung folgt...
      lg

      Christian

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    • Antriebsanlage

      Für einen exakten Einbau habe ich die Stevenrohe mit zwei Messingleisten fixiert. Die notwendig Höhe für eine Wellenwinkel von 3,5° habe ich bei der "Anprobe" ausgemessen. Mit einem Plastikklotz habe ich die Höhe beim Einkleben eingestellt.

      Der Stevenrohreinbau:



      Die eingebauten Antriebseinheiten:



      Für einen möglichst geräuscharmen Antrieb habe ich zusätzliche Abstützungen aus 6mm Flugzeugsperrholz eingebaut. Zwischen den Kugellageraufnahmen und der Abstützung befindet sich ein Silikonschlauch als Dämpfung.

      Die zusätzliche Wellenabstützungen:



      Die fertigen Antriebe:

      (hier sieht man auch schon die Auflagen für den Heckdeckel und die Auspuffrohre)

      so jetzt hats aber funktioniert ! :pfeiff:
      lg

      Christian

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    • Auspuffrohre

      Die Aufpuffe sind 85mm von Heckende entfernt und 16mm unter der Rumpfkante.
      Sie bestehen aus Messingrohren (Innen Ø8mm) und sind schräg abgeschnitten (etwa 45°).
      Am Rohrende habe ich Schlauchnippel aufgelötet damit ich später z.B. eine Lenzpumpe od. Motorkühlung daran anschließen kann.

      Die Auspuffrohre:

      lg

      Christian

    • Auflage für Vorschiffdeck

      Ich werde bei meiner DüDo die Selbstschutzanlage funtkionsfähig ausführen.
      Die Selbstschutzanlage ist eine Sprüheinrichtung auf Deck, entlang der Außenkanten des Löschbootes.
      Damit bei Wartungsarbeiten alles schön zugängig ist wird mein Vorschiffdeck und das Heckdeck abnehmbar.
      Die Idee dazu habe ich von Wilfried Dahmen.

      Das Auflage für das Vorschiffdeck besteht aus 3mm Flugzeugsperrholz und habe ich mit Stabilit Express auf einer
      umlaufenen Auflage eingeklebt. Die abgesenkten Bereich sind Freistellungen für die Schäuche der Selbstschutzanlage.

      Die Vorschiffauflage:


      Damit reichlich Wasser für die Monitorpumpen und Selbstschutzanlage vorhanden ist habe ich auch den Seekasten realisiert.

      Der Seekasten:


      Die Lochbleche:

      lg

      Christian

    • Vorschiffdeck, Heckdeck

      Das Deck für das Vorschiff habe ich aus 6mm Sperrholz angefertigt. Ins Deck habe ich 4 Schlitze für die Rohre
      der Selbstschutzanlage eingearbeitet, die ich mit Epoxy eingeklebt habe.

      Das abnehmbare Vorschiffdeck, hier sind die Rohre noch nicht eingeklebt.


      Die Rohre sind eingeklebt und die Umrandungen der Rohre
      (weisse ABS-Stückchen = fertige Deckshöhe) sind aufgeklebt.
      Hier sieht man auch schon die Ankerkettenführungen.
      Positioniert wird das Deck durch 3 Zentrierhülsen (sieht man vor der Ankerkettendurchführung).
      Verschraubt wird es insgesamt 6 mal.
      (3x versteck in den Pollern, 1x versteckt im voreren Luckendeckel, 2x unter dem Aufbau)


      Das abnehmbare Vorschiffdeck (Unterseite)
      Die Rohrabgänge sind etwa 45° in Richtung der geplanten Pumpenlage abgewinkelt.


      Das Heck mit eingebauten Verrohrung der Selbstschutzanlage.
      Dazu habe ich Festo-Pnaumatikverschraubungen (T-Stücke) verwendet.
      Da die nach oben zeigenden Abgänge zu kurz waren habe ich Messingrohre (3mm I-Ø) aufgelötet
      in welche später die Sprühdüsen eingeklebt werden.
      Für die zentrale Verschraubung habe ich eine Verstärkung eingklebt. Auf deren Unterseite habe ich
      eine M4 Messingmutter aufgelötet.
      (Die schwarzen Schläuche sind an den Auspuffrohren angeschlossen)


      Der abnehmbare Heckdeck


      Fortsetzung folgt....
      lg

      Christian

    • Da das Kabineteil von Robbe mit dem Original nicht übereinstimmt sind hier viele Änderungen vorzunehmen. Ich möchte vorausschicken eigentlich hätte ich den Aufbau auch gleich neu machen können. Aber was soll´s einmal mit den Änderungen begonnen wollte ich nun so weitermachen. Die erste große Abweichnung sind die 3 Frontfenster, beim Original sind es 5. Also habe ich die Fenster rausgeschnitten und mit ABS-Streifen die Front neugestaltet.

      Die neue Front:


      Da nun die übrigen Fenster optisch nicht mehr zu den neuen Fenster passen werden - da ich Fensterrahmen einbaue - habe ich alle Fenster rausgeschnitten und mit ABS-Platten verschlossen.

      Die verschlossenen Fenster:


      Eine weitere Abweichung ist an der Kabinerückseite bei den Aufgängen. Hier habe ich ebenfalls den Bereich neu gestaltet.
      Der hintere Bereich sieht nun wie beim Original aus, hier sind jetzt nur 3 Fenster anstatt 5 und die zwei Kästen neu entstanden.

      Der ausgeschnittene Bereich an der Rückseite:


      Die neue Rückwand:


      Im Anschluss habe ich die Fenster neu ausgeschnitten und das Kabinenteil grundiert.

      Das grundierte Kabinenteil:



      Fortsetzung folgt ....
      lg

      Christian

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    • Kleinteile - Sprühdüsen

      So nun gehts wieder weiter :pfeiff:

      Hier eine Prinzip-Skizze (Schnitt durch das Vorschiff) wie ich es bei meiner DÜDO realisiert habe.

      Hier eine PDF-Datei der Düsen.
      chriskorn.net/PDF/Duese
      Die Zeichnung habe ich erstellt da mich mehrere Modellbauer danach gebeten haben.
      Das Prallblech ist bei den aktuellen Düsen vorne auf einen Messingstift aufgelötet.
      (In der Zeichnung ist es ein Drehteil)

      Nun die Fotos der Düsen:

      lg

      Christian

    • Kleinteile -Decksluke -Ankerwinde -Anker

      Die Decksluke:
      Die vordere Decksluke besteht aus ABS. Man kann Sie öffnen da in ihr ein Schraube für das Vordeck "versteckt" ist.

      Die Rohbauluke:
      .

      Ankerwinde:
      Die Ankerwinde habe mit Hilfe zahlreiche Fotos hergestellt. Dazu habe ich auf dem Computer ein 3D-Modell erstellt mit dem ich die Proporionen verändern konnte bis sie so aussah wie das Original.
      chriskorn.net/PDF/Ankerwinde.pdf
      Die Ankerwinde ist nur eine Atrappe. Die wirklichen Ankerwinden (2x) liegt unter Deck und stammen von Wilfried Dahmen.
      Nur die kleine Bauweise dieser Winden erlauben mir auch 2 Ankerwinden unabhängig von einander funktionierend einzubauen.
      (Dazu aber später.)

      Die Rohbauankerwinde:


      Auf diesem Fotos sieht man das Vorschiff schon mit Riffelblech (Kunststoff), die lackierte Decksluke und die Ankerwinde:



      Anker:
      Da es keinen passenden Anker für meine DÜDO zu kaufen gibt habe ich auch diesen selber hergestellt.
      Auch hierfür habe ich am Computer ein 3D-Modell erstellt um die richtig Maße zu finden.
      Für den Anker habe ich auch eine Zeichnung erstellt:
      chriskorn.net/PDF/Anker.pdf

      Hier die Einzelteile:

      Hier der fertig gelötete Anker:

      und ein Vergleichsfoto mit dem Anker aus dem Beschlagssatz:
      lg

      Christian

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